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Bierhoffs Vorgabe zum Jahresstart: „EM-Gruppe als Erster beenden“

Frankfurt. Gruppenplatz drei ist nicht der Anspruch von Weltmeister Deutschland. Klares Ziel auf dem Weg zur EM 2016 sei Rang eins, betonte gestern DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Morgen steht der Test gegen Australien an. Agentur

Mit einer kompromisslosen sportlichen Vorgabe hat Manager Oliver Bierhoff das neue Länderspiel-Jahr eröffnet. "Klar ist das Ziel eine souveräne Qualifikation. Wir wollen als Erster die Gruppe beenden", erklärte Bierhoff gestern beim Treffpunkt der deutschen Fußball-Nationalspieler in Frankfurt . "Und dafür sind Tests wie gegen Australien enorm wichtig", ergänzte er mit Blick auf das Spiel morgen im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern gegen den Asienmeister (20.30 Uhr/ZDF ).

Bundestrainer Joachim Löw muss bei seiner ersten Mission 2015 den Spagat schaffen, einerseits in der bisher holprigen Qualifikation für die EM im kommenden Jahr in Frankreich die nötigen Punkte einzufahren und andererseits seiner Mannschaft intern eine neue Struktur zu verpassen. "Wenn man die Tabelle sieht, weiß man, dass wir einige Punkte liegen gelassen haben. Die müssen wir jetzt ausgleichen", sagte Löw. Aktuell belegt das DFB-Team nur Rang drei hinter Polen und Irland.

Die Vorbereitung auf die ersten Länderspiele des Jahres startete zunächst ohne Manuel Neuer . Der Bayern-Torhüter reiste nach einer Regenerations-Einheit in München erst gestern Abend an, teilte der DFB mit. Er werde aber für den Australien-Test und das EM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Tiflis (18 Uhr/RTL) zur Verfügung stehen. "Wir wollen zwei gute Spiele zeigen, erstmal gegen Australien gut reinkommen und das wichtige Spiel gegen Georgien gewinnen", sagte Neuer.

Verbands-Präsident Wolfgang Niersbach sorgt sich um die erfolgreiche Qualifikation, für die sogar noch Gruppenplatz drei reichen könnte, zumindest "ein bisschen". Jetzt gehe es darum, "bis zum Sommer die Spiele in Georgien und gegen Gibraltar zu gewinnen, und dann hat unsere Mannschaft im September und Oktober gegen Schottland, Polen und Irland drei Spiele, in denen 100 Prozent gefragt sind".