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Biedermann schwimmt zum EM-Titel, Haßdenteufel wird 14.

Biedermann schwimmt zum EM-Titel, Haßdenteufel wird 14.

Istanbul. Im Vorlauf "gebadet", im Finale fast verzählt - trotzdem ist Top-Favorit Paul Biedermann (Foto: dpa) bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Istanbul zum erwarteten Sieg über 400 Meter Freistil geschwommen

Istanbul. Im Vorlauf "gebadet", im Finale fast verzählt - trotzdem ist Top-Favorit Paul Biedermann (Foto: dpa) bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Istanbul zum erwarteten Sieg über 400 Meter Freistil geschwommen. "Mission geschafft, Titelverteidigung geschafft", stellte der 23-Jährige Titelverteidiger und Weltrekordler treffend fest und fügte grinsend hinzu: "So ganz verausgabt habe ich mich noch nicht. Zwischendurch habe ich mich bei den Bahnen verzählt und wäre beinahe 50 Meter mehr geschwommen." Nach einem fiebrigen Infekt und der einwöchigen Trainingspause hatte Deutschlands Vorschwimmer vor der EM die Erwartungen gedämpft: "Eine Bestzeit konnte hier keiner erwarten."

Beflügelt vom ersten EM-Gold zum Auftakt der insgesamt 38 Entscheidungen holten deutsche Schwimmer anschließend eine Silber-und zwei Bronzemedaillen. Die Lagen-Staffel musste sich über 4x50 Meter in der Besetzung Thomas Rupprath (Würzburg), Hendrik Feldwehr (Essen), Johannes Dietrich (Wiesbaden) und Stefan Herbst (Leipzig) nur Russland geschlagen geben. Bronze sicherten sich Janne Schäfer (Heidelberg) über 50 Meter Brust und Franziska Hentke (Halle/Saale) über 200 Meter Schmetterling.

Bei seinem ersten internationalen Auftritt im Aktivenbereich schlug sich Talent Lucien Haßdenteufel vom ATSV Saarbrücken wacker, verpasste aber als 14. das Finale über 200 Meter Rücken. In der Zeit von 1:52,83 Minuten blieb der 19-Jährige gut 1,5 Sekunden hinter seiner Bestzeit, die er bei der Kurzbahn-DM in Essen aufgestellt hatte. dpa/red