Biedermann ist nicht zu stoppen

Stettin. Paul Biedermann kann über 400 Meter Freistil in Europa keiner das Wasser reichen. Der Weltrekordler holte zum Auftakt der Kurzbahn-Europameisterschaft gestern in Stettin seinen vierten EM-Titel in Serie über die Distanz

 Er bleibt die Nummer eins: Paul Biedermann gewann gestern seinen vierten EM-Titel in Folge über 400 Meter Freistil. Foto: Hannibal/dpa

Er bleibt die Nummer eins: Paul Biedermann gewann gestern seinen vierten EM-Titel in Folge über 400 Meter Freistil. Foto: Hannibal/dpa

Stettin. Paul Biedermann kann über 400 Meter Freistil in Europa keiner das Wasser reichen. Der Weltrekordler holte zum Auftakt der Kurzbahn-Europameisterschaft gestern in Stettin seinen vierten EM-Titel in Serie über die Distanz. Dorothea Brandt mit Silber über 50 Meter Brust und die Lagen-Staffel der Männer als Dritte über 4 x 50 Meter komplettierten den Medaillensatz der deutschen Schwimmer.In 3:38,65 Minuten verbesserte Biedermann seine Weltjahresbestzeit um 1,75 Sekunden. "Ich hätte mir eine noch schnellere Zeit gewünscht. Das ist mein Anspruch", sagte der 25-Jährige, dem der Däne Mads Glaesner (3:39,30 Minuten) Paroli bot. "Mit dem Mads habe ich einen Super-Konkurrenten gehabt. Das war schon anstrengend", sagte Biedermann. Lokalmatador Pawel Korzeniowski wurde Dritter.

Titelverteidigerin Brandt fehlten über 50 Meter Brust in 30,17 Sekunden 11/100 zum Sieg, den sich die Russin Valentina Artemjewa sicherte. "Sie hat heute ihren 25. Geburtstag und ich bin ja ein netter Mensch", sagte Brandt augenzwinkernd.

Die Lagen-Staffel mit Christian Diener, Erik Steinhagen, Steffen Deibler und Stefan Herbst musste in 1:34,41 Minuten Italien (1:33,18) und Russland (1:33,86) ziehen lassen, sicherte sich aber Bronze. Jeweils vierte Plätze holten Jan-Philip Glania über 200 Meter Rücken, Theresa Michalak über 200 Meter Lagen und Franziska Hentke über 200 Meter Schmetterling.

Biedermanns Freundin Britta Steffen erreichte über 100 Meter Freistil das heutige Finale. "Wir haben sehr auf die Wenden und den Start geachtet. Ich komme langsam in Schuss", sagte sie. Auch Daniela Schreiber erreichte den Endlauf.

Im Finale über 200 Meter Rücken schlug Titelverteidiger Yannick Lebherz geschwächt von einer Entzündung im Hals- und Kopfbereich als Siebter an. Er hatte nach den Vorläufen schon überlegt, für das Finale abzumelden. Glania verfehlte um 0,29 Sekunden Bronze. Der Sieg ging in der Weltjahresbestzeit von 1:49,15 Minuten an den Polen Radoslaw Kawecki.

Die meisten Top-Schwimmer haben Olympia 2012 im Blick. So sparten sich die besten Niederländerinnen und Schwedinnen die Reise zur Kurzbahn-EM nach Polen. Andere wie der viermalige Europameister von 2010, Steffen Deibler, bestreiten die EM ohne große Erwartungen aus dem vollen Training heraus. So verpasste der Titelverteidiger das Finale über 50 Meter Freistil. "Ich bin überhaupt nicht vorbereitet. Olympia steht über allem", sagte Deibler. dpa

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