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Biathlon-Männer ohne Schussglück

Biathlon-Männer ohne Schussglück

Östersund. Auch die Biathlon-Männer haben beim Weltcup-Auftakt kein Olympia-Ticket erkämpft. Nach dem Fehlstart des deutschen Frauen-Teams kamen die Männer im ersten der 25 Saison-Rennen gestern ebenfalls nicht in die Top acht. Die Skijäger zeigten wie die Frauen Nerven am Schießstand - insgesamt 29 Fehler standen am Ende in der Bilanz

Östersund. Auch die Biathlon-Männer haben beim Weltcup-Auftakt kein Olympia-Ticket erkämpft. Nach dem Fehlstart des deutschen Frauen-Teams kamen die Männer im ersten der 25 Saison-Rennen gestern ebenfalls nicht in die Top acht. Die Skijäger zeigten wie die Frauen Nerven am Schießstand - insgesamt 29 Fehler standen am Ende in der Bilanz. Beim Sieg des dreimaligen Weltmeisters Emil Hegle Svendsen (Norwegen) vor Tim Burke, dem amerikanischen Freund von Andrea Henkel, gestern im Einzelrennen über 20 Kilometer in Östersund waren der dreimalige Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) als Neunter zusammen mit dem ebenfalls mit zwei Fehlschüssen laufenden Alexander Wolf (Oberhof) auf Rang elf einmal mehr die Besten. "Das war okay von den beiden. Aber die anderen haben sich alle einen Klops geleistet. Da war die Aufregung spürbar", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Greis verpasste das Olympia-Ticket nur knapp - Platz acht hätte gereicht. "Das Fazit fällt positiv aus. Ich habe ein ganz gutes Rennen gemacht. Man muss immer erst reinkommen, dafür war es in Ordnung, auch mit der halben Olympia-Qualifikation in der Tasche", sagte Greis. Ein weiterer Platz in den Top 15 reicht dem 33-Jährigen, um sich für die Spiele in Vancouver zu qualifizieren. "Es war ein Rennen, das ganz gelungen war. Beim letzten Schuss im Stehend-Schießen muss ich mir an die eigene Nase fassen, das darf nicht passieren. Wenn ich treffe, wäre es das Podium gewesen", sagte Wolf. Der Oberhofer lag 2:28,3 Minuten hinter Svendsen (52,43,7) zurück. Der Rückstand von Greis betrug 2:06,06 Minuten. Die deutschen Skijäger befanden sich im Flutlicht-Rennen im Schnee von Östersund in guter Gesellschaft, denn auch Superstar Ole Einar Björndalen aus Norwegen zielte am Schießstand gleich fünfmal daneben. Mit jeweils fünf Fehlschüssen beendeten auch Michael Rösch (Altenberg), Christoph Stephan (Oberhof) und Andreas Birnbacher (Schleching) das Rennen auf den hinteren Plätzen. Arnd Pfeiffer (Clausthal-Zellerfeld) war mit vier Schießfehlern allerdings noch weiter zurück.