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Biathleten fürchten Doping-Fälle

Biathleten fürchten Doping-Fälle

Hamburg. Auch wenige Tage vor dem Beginn der Biathlon-WM in Südkorea ist die Anzahl der mutmaßlichen Doping-Sünder unklar. "Wir haben positive A-Proben", sagte Anders Besseberg, der Präsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU). Der Norweger wollte Presseberichte nicht kommentieren, nach denen acht Athleten betroffen sein sollen

Hamburg. Auch wenige Tage vor dem Beginn der Biathlon-WM in Südkorea ist die Anzahl der mutmaßlichen Doping-Sünder unklar. "Wir haben positive A-Proben", sagte Anders Besseberg, der Präsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU). Der Norweger wollte Presseberichte nicht kommentieren, nach denen acht Athleten betroffen sein sollen. "Wir haben nie die Anzahl benannt", sagte Besseberg und stellte fest: "Acht positive A-Proben haben wir nicht." Sicher ist, dass den Doping-Fahndern mehrere Skijäger ins Netz gegangen sind. "Für Deutschland kann ich klipp und klar sagen: Unsere Athleten sind sauber", sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Ski Verbandes (DSV). Von Doping-Fällen will die IBU noch nichts wissen. Man solle doch bitte beachten, "dass es sich nach wie vor nicht um positive Dopingfälle handelt". Die IBU werde Namen und weitere Details veröffentlichen, wenn die Analysen der B-Proben die A-Proben bestätigen, hieß es. Die B-Proben sollen spätestens bis heute geöffnet und dann analysiert werden. Am Wochenende war das nicht möglich gewesen, da in den Labors nicht gearbeitet worden war. Nicole Resch, die IBU-Generalsekretärin, geht davon aus, "dass wir Ende der Woche die Ergebnisse haben".Dass die russische Zeitung "Komsomolskaja Prawda" vergangene Woche die Namen russischer Sportler als mutmaßliche Sünder veröffentlichte, stößt den Athleten sauer auf. "Obwohl die Namen der Gedopten nicht veröffentlicht wurden, haben alle auf Russland gezeigt. Aber es können auch Norweger gewesen sein. Oder Deutsche. Polen, Schweden oder Österreicher. Stärken die sich wirklich bloß mit deutschen Würstchen?", schrieb Russlands Biathlet Maxim Tschudow in seinem Internet-Blog. dpa