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Bianca träumt vom WM-Finale

Bianca träumt vom WM-Finale

Rehlingen. Die Weltmeisterschaft in Berlin (15. bis 23. August) ist der Höhepunkt des Leichtathletik-Sommers. Klar, dass auch Bianca Kappler im Olympiastadion beim Heimspiel dabei sein will. Bereits bei der deutschen Hallen-Meisterschaft gab sie ihr Comeback in der Weitsprunggrube. Nach ihrem Achillessehnenriss vom vergangenen Sommer belegte sie dort mit 6,28 Metern Platz sieben

Rehlingen. Die Weltmeisterschaft in Berlin (15. bis 23. August) ist der Höhepunkt des Leichtathletik-Sommers. Klar, dass auch Bianca Kappler im Olympiastadion beim Heimspiel dabei sein will. Bereits bei der deutschen Hallen-Meisterschaft gab sie ihr Comeback in der Weitsprunggrube. Nach ihrem Achillessehnenriss vom vergangenen Sommer belegte sie dort mit 6,28 Metern Platz sieben. Derzeit befindet sie sich in der Vorbereitung auf die Freiluftsaison. Anfang Mai steht für zehn Tage ein weiteres Trainingslager in Monte Gordo (Portugal) an. "Insgesamt liege ich sehr gut im Plan", findet Kappler selbst. "Ich hoffe, am 17. Mai in Pliezhausen wie in den letzten Jahren über 80 und 150 Meter an den Start gehen zu können, falls es mir in Portugal gelingt, einigermaßen aus dem Startblock zu kommen."

Ihren ersten Weitsprung absolviert sie dann eine Woche später bei der Kurpfalzgala in Weinheim, die der erste von vier offiziellen WM-Testwettkämpfen in Deutschland ist. Als Norm fordert der deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) 6,72 Meter. "Wenn ich diese Weite schaffe und mich für die WM qualifiziere, dann habe ich auch den Anspruch, dort mit einer ähnlichen Weite in den Endkampf zu kommen", sagt Bianca Kappler.

Etwas durcheinander gewirbelt wurden dagegen die Pläne von Raphael Schäfer (Foto: rup), der sich bis vor zwei Wochen mit einer hartnäckigen Erkältung herumplagen musste. Eigentlich wollte er im Mai bei den deutschen Marathon-Meisterschaften in Mainz starten. "Dafür hätte ich aber drei Monate vorher ohne Probleme durchs Training kommen müssen", sagt er. Im Ostertrainingslager, das er zusammen mit dem Großteil des LC asics Rehlingen in Sainte-Maxime (Südfrankreich) verbrachte, hat er hauptsächlich Grundlagen trainiert.

Am Samstag reichte ihm dann in Rehlingen bei den Landesmeisterschaften ein Tempo-Dauerlauf, um seinen Titel über 10 000 Meter in 31:24,50 Minuten zu verteidigen. "Ich muss jetzt erst wieder richtig fit werden, alles andere kommt von alleine", sagt Schäfer, der auch die Hindernis-Strecke für den Sommer nicht ganz ausschließt. Richtig einsteigen wird er vermutlich bei den deutschen Mannschafts-Meisterschaften (DMM) in Köln und beim Rehlinger Pfingstsportfest. Als Vorbereitung nutzt er am kommenden Samstag in St. Ingbert die saarländischen Straßenlaufmeisterschaften über zehn Kilometer.

Für das DMM-Finale (24. Mai) hat sich der LC Rehlingen in diesem Jahr einiges vorgenommen. Dank einiger gezielter Verstärkungen im Sprungbereich mit Jan und Eric Uder, Martin Jasper und Carsten Schmitt, wollen die Saarländer Vorjahressieger LG ASV/DSHS Köln herausfordern und um den Titel mitkämpfen.

Erstmals seit zwei Jahren ist auch Christian Klein (Foto: rup) wieder dabei. Er befindet sich bis Ende der Woche in einem 14-tägigen Trainingslager auf Texel (Niederlande), wo er gemeinsam mit den Leverkusener und Wattenscheider Läufern um Jan Fitschen trainiert. "Beim DMM-Endkampf werde ich 1500 oder 5000 Meter laufen, je nachdem was mehr Punkte bringt. 5000 Meter wären zudem nicht schlecht als Trainings-Distanz fürs Pfingstsportfest, wo ich dann die 3000 Meter laufe", blickt Klein voraus. "Danach sehen wir, ob ich die Grundlage für mein erstes Hindernisrennen seit vier Jahren habe." Wenn die Saison super verlaufen würde, besteht vielleicht auch eine Mini-Chance auf Berlin. "Die muss man natürlich im Blick haben", sagt Christian Klein.

Dafür fordert der DLV zweimal eine Zeit unter 8:26,00 Minuten über 3000 Meter Hindernis. Außerdem würde er gerne die 3:40-Minuten-Schallmauer über 1500 Meter durchbrechen. Das Ziel ist auf jeden Fall bei den deutschen Meisterschaften in Ulm vorne mitzulaufen, egal ob über 1500 Meter oder die Hindernisse.