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„Betzember“ bis zur Winterpause

„Betzember“ bis zur Winterpause

Trainer Kosta Runjaic vom Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern sieht seine Mannschaft im Spitzenspiel am Sonntag bei Tabellenführer FC Ingolstadt nicht als Außenseiter, sondern will Zählbares mitbringen.

Der Tabellenführer trifft auf seinen hartnäckigsten Verfolger. Mehr Spitzenspiel geht nicht, wenn an diesem Sonntag um 13.30 Uhr Zweitliga-Spitzenreiter FC Ingolstadt die Roten Teufel vom 1. FC Kaiserslautern zum Gipfel im Audi-Sportpark empfängt.

Mit einem Sieg könnte der FCK bis auf zwei Punkte an die Oberbayern heranrücken. Gewinnt hingegen Ingolstadt, müssten die Pfälzer den Abstand zum Ligaprimus bei dann acht Punkten Rückstand vorerst abreißen lassen. Unter Druck sieht Kosta Runjaic seine Mannschaft dennoch nicht: "Warum sollten wir so negativ an die Sache rangehen?", fragt der FCK-Trainer und ergänzt: "Wir sind seit Wochen gut drauf, die Stimmung ist top, und die Tabellensituation fühlt sich für uns richtig gut an. Wir haben die Voraussetzungen, um in Ingolstadt etwas Zählbares mitzunehmen."

Nach zuletzt zwei überzeugenden Siegen in Folge hat der FCK durchaus Anlass, mit breiter Brust ins Spitzenspiel zu gehen. Doch auch der Tabellenführer gewann seine letzten beiden Partien. Den 1:0-Auswärtssieg der Ingolstädter am letzten Spieltag bei RB Leipzig beobachtete Runjaic im Stadion. "Sie haben alles gezeigt, was eine Topmannschaft ausmacht, und sie werden uns alles abverlangen. Ich erwarte ein enges Spiel und einen harten Kampf", sagt der FCK-Trainer. Dennoch fordert er von seiner Elf: "Wir wollen mindestens einen Punkt entführen. Das muss unser Anspruch sein."

Mit welcher Startformation Runjaic dem Spitzenreiter ein Bein stellen will, gab der Übungsleiter nicht preis. Wahrscheinlich ist jedoch, dass in Ingolstadt dieselbe Elf beginnt, die zuletzt beim FC St. Pauli (3:1) und gegen Erzgebirge Aue (3:0) siegreich war. Zumindest in der Wahl der Mittel ließ sich Runjaic hingegen ein wenig in die Karten blicken: "Allein mit spielerischen Mitteln ist dort nichts zu holen. Wir müssen den Kampf annehmen und die Chancen eiskalt verwerten."

Mit elf Gegentoren stellen die zu Hause ungeschlagenen Ingolstädter die beste Abwehr der Liga. Der Heimvorteil des FCI wird sich aber in Grenzen halten. Mehr als 3000 Anhänger werden den FCK unterstützen. Die Fans der Pfälzer honorieren, dass ihrem Team nicht wie in den Vorjahren üblich um die Weihnachtszeit die Puste ausgeht. Den laufenden Monat tauften sie deshalb kurzerhand in "Betzember" um. "Wir werden alles dafür tun, dass die Fans noch bis zur Winterpause Betzember feiern können", verspricht Runjaic.