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Berlin war diesmal keine Reise wert

Berlin war diesmal keine Reise wert

Schon nach zwei Spielen befand sich Badminton-Bundesligist 1. BC Bischmisheim im DM-Finale bei EBT Berlin auf der Verliererstraße. Vor allem Kapitän Michael Fuchs haderte mit seiner Leistung.

Es war einfach nicht zu glauben. Ein Blick auf den Monitor neben dem Badmintonfeld verriet das Ergebnis des Herrendoppels im Playoff-Finale zwischen den Bischmisheimern Michael Fuchs und Johannes Schöttler und den Berlinern Robert Blair und Jacco Arends. 17:21 und 11:21. "Sie haben alles getroffen", sagte Michael Fuchs enttäuscht, "wir hingegen waren zu langsam. Sowohl auf den Beinen, als auch im Kopf."

Dass es für den 1. BC Bischmisheim im Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft bei der SG EBT Berlin schwer werden würde, war zu erwarten. Nicht aber, dass sie vor etwa 1400 Zuschauern im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen mit 1:4 untergehen würden. Umso gelassener wirkte danach Vereinspräsident Frank Liedke: "Man muss anerkennen, dass Berlin heute einfach besser war."

Die Vorentscheidung war gleich zu Beginn der Begegnung gefallen. Denn neben der überraschenden Niederlage im Herrendoppel verloren auch Olga Konon und Emma Wengberg das Damendoppel gegen Juliane Schenk und Lotte Jonathans, wobei sie den Ausgang bis zum Ende offen hielten. "Ich bin mit verantwortlich für die Niederlage, das geht auf meine Kappe", erklärte Mannschaftskapitän Fuchs verärgert.

Lagen die Chancen vor der Begegnung bei 50:50, wurden sie nach den beiden Auftakt-Niederlagen verschwindend gering, zumal bei den Bischmisheimern Emma Wengberg angeschlagen (Knöchelverstauchung) nur das Doppel bestritt. Olga Konon sollte für sie das Mixed mit Fuchs spielen.

Doch soweit sollte es erst gar nicht kommen. Die Berliner sicherten sich schon vorzeitig den dritten Titel in Folge. Der Ex-Bischmisheimer und jetzt für Berlin spielende Kestutis Navickas musste sein Einzel gegen Dieter Domke wegen des Verdachts auf Kreuzbandriss aufgeben, doch das sollte der einzige Punkt für die Saarbrücker bleiben.

Was dem BCB blieb, war, den Blick nach vorne zu richten. "Wir haben das Optimum aus dieser anfangs katastrophalen Saison geholt", sagte Präsident Liedke, ohne eine Kampfansage für 2014 vermissen zu lassen: "Jetzt müssen wir eben nächstes Jahr ran."