Berlin-Marathon: Schuh-Panne kostet den Sieger 50 000 Euro

Berlin-Marathon: Schuh-Panne kostet den Sieger 50 000 Euro

Kurioses Rennen für Eliud Kipchoge: Dem Top-Favoriten aus Kenia verrutschten gestern während seines Sieglaufes beim 42. Berlin-Marathon die Sohlen in den Schuhen. Mit schlabbernden Einlagen und Schmerzen quälte sich der Afrikaner in 2:04:00 Stunden zum Sieg und verpasste den Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kipsang (2:02:57) aus dem Vorjahr.

"Ich hatte von Anfang an Probleme mit den Schuhen. Dadurch bekam ich große Schmerzen . Ich hatte keine Zeit, die Sache zu beheben", sagte der 30 Jahre alte Sieger, der von rund einer Million Zuschauern an der Strecke lautstark gefeiert wurde. Die Schuhprobleme kamen den Kenianer teuer zu stehen. Für den Sieg erhielt er zwar 40 000 Euro, die 50 000 Euro Rekord-Prämie gingen ihm aber durch die Lappen.

Zehn Kilometer vor dem Ziel hatte sich 5000-Meter-Weltmeister Kipchoge abgesetzt. Hinter ihm kam Landsmann Eliud Kiptanui (2:05:22) als Zweiter ins Ziel. Bester Deutscher war Philipp Pflieger. Der Regensburger kam in persönlicher Bestzeit (2:12:50) auf Rang 16, verpasste aber die Olympia-Norm für Rio (2:12:15). Bei den Frauen siegte Gladys Cherono in 2:19:25 Minuten und machte den kenianischen Doppelsieg perfekt. Beste Deutsche war Anna Hahner als 13. (2:30:19).

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