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Bereicherung oder nicht?

Bereicherung oder nicht?

Sportdirektor Ralf Rangnick von Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig hält die dauerhafte Kritik am ambitionierten "Brause-Club" für unangebracht. Vielmehr sieht der 56-Jährige in den Sachsen eine potenzielle Bereicherung für das Oberhaus.

"Ich bin überzeugt, dass unser Stadion nach einem möglichen Bundesliga-Aufstieg fast immer ausverkauft wäre. Und auswärts werden wir eine der Mannschaften sein, die die meisten Fans mitbringt", sagte Rangnick in einem Interview mit "Spiegel Online": "Da kann dann doch keiner sagen: Mist, dass Leipzig jetzt in der Bundesliga spielt."

In punkto Attraktivität sieht der frühere Trainer von 1899 Hoffenheim, des VfB Stuttgart und Schalke 04 zudem einen signifikanten Unterschied zum souveränen Tabellenführer FC Ingolstadt, der vom Audi-Konzern unterstützt wird: "Ingolstadt spielt ganz oben in der 2. Liga mit, im Schnitt aber vor knapp 7000 Zuschauern. Wir haben fast viermal so viel, trotz des Auswärtsboykotts vieler Teams."

Rangnick unterstrich, dass er im Falle eines Leipziger Erstliga-Aufstiegs "nur noch für diesen einen Club arbeiten" würde und sein Amt bei Red Bull Salzburg ruhen lassen würde. Dies sei bereits bei seiner Vertragsunterschrift vor zweieinhalb Jahren wichtiger Bestandteil gewesen. "Für Salzburg allein hätte ich den Posten wohl eher nicht angenommen. Es liegt an der Begrenztheit der österreichischen Zehner-Liga, in der man viermal im Jahr gegen den gleichen Gegner spielt." Salzburg dominiert seit der Übernahme durch den Getränke-Hersteller Red Bull 2005 die österreichische Liga, Leipzig ist zur Winterpause Siebter der 2. Liga.