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Bei den Reit-Landesmeisterschaften hat Familie Loon drei Medaillen gewonnen

Reiten : Landesmeisterschaften als Familienfest

Bei den Landesmeisterschaften der Reiter in Heiligenwald hat Familie Loon gleich drei Medaillen gewinnen können.

Die Saarlandmeisterschaften in Heiligenwald am vergangenen Wochenende wurden einmal mehr ihrem Ruf gerecht, das größte Reitsport-Event im Saarland zu sein. Bei sommerlichen Temperaturen begrüßte der TRV Heiligenwald zahlreiche Zuschauer, die die Pferdesportler kräftig anfeuerten.

Am letzten Turniertag galt es für alle Reiterinnen und Reiter in allen Altersklassen, noch einmal ihr ganzes Können in die Waagschale zu werfen. Jeder ist auf die Reitanlage des TRV Heiligenwald gereist, um neuer Saarlandmeister zu werden. So hatte es sich auch Springreiter Thies Beyer (RFV Illtal) bereits im Mai vorgenommen. Nach seinem Sieg in der schweren Klasse im Frühjahr auf der Reitanlage in Heiligenwald mit dem Hengst Superior war das nächste Saisonziel klar. „Im Juli kommen wir wieder hier her und werden versuchen, Saarlandmeister der Reiter zu werden. Superior mag diesen Platz hier sehr und gibt immer sein Bestes“, lautete die Marschroute des Illinger Reitlehrers. Seine Zielstrebigkeit wurde an diesem Wochenende belohnt, als er seine drei Starts in der schweren Klasse tatsächlich in den Saarlandmeistertitel ummünzen konnte.

Den Vizemeistertitel konnte sich in Heiligenwald Andreas Woll (RFV Neunkirchen-City) mit Sweetest Tabou vor Thomas Schwinn (RRV Honzrath) mit Li-La-Launebär sichern. Dennoch ging der Sieg im finalen S**-Springen mit Stechen nicht an Beyer, sondern an Hans-Günter Klein (RFV Namborn) mit Quiosa, der in diesem Springen seinen 100. Sieg in der schweren Klasse feiern durfte.

Die Goldmedaille in der Meisterschaft der Spring-Junioren glänzt für Jelte Blass (RSG Berghof-Einöd) sicherlich ganz besonders. Sie konnte den Meistertitel mit ihrem Leipzig B gewinnen, einem Pferd, das aus der elterlichen Zucht stammt und Jelte seit Fohlen an kennt und begleitet.

Auch das Viereck wurde am Sonntagnachmittag von dem pferdebegeisterten Publikum umsäumt, als die Junioren und Reiter ihre Musik-Küren vorstellten. Ob zu Rock-, Pop- oder Klassik-Klängen – die Pferd-Reiter-Paare tanzten durch das Viereck, um den Meistertitel zu ergattern. Dass Reitsport auch ein Familiensport ist, demonstrierte Familie van Loon (TG Gut Hartungshof Bliesransbach) über das gesamte Wochenende hinweg. Mutter Sandra, Vater Arjan und Tochter Emely waren allesamt bei der Meisterschaft am Start und unterstützten sich gegenseitig. Und das erfolgreich: nach drei Siegen von Mutter Sandra und zwei Siegen sowie einem zweiten Platz von Emely gibt es zwei neue Saarlandmeisterinnen im Hause van Loon. Sandra van Loon wird Meisterin ihrer Altersklasse. Arjan van Loon fügte zur Medaillen-Sammlung der Familie eine Bronzemedaille hinzu. Emely van Loon konnte mit ihrem großen Schimmel Rasputin den Saarlandmeistertitel (Junioren) aus dem Vorjahr verteidigen. „Das war ein geniales Wochenende für uns. Aber ausgeruht wird später, morgen geht die Reise gleich weiter zum internationalen Turnier im englischen Hickstead, wo Emely die deutschen Farben im Viereck vertreten darf“, freut sich Sandra van Loon. Ebenfalls für deutsche Interessen wird Julie Thielen (RFV Losheim) nach Hickstead reisen, um sich dort in den Springsattel zu schwingen. Auch sie hat in Heiligenwald erfolgreich geprobt und konnte die Wertung der Jungen Reiter im Springen für sich entscheiden.

Ein besonderer Dank wurde einem der Mitbegründer des TRV Heiligenwald, Manfred Läpple von Heike Körner, Präsidentin des Pferdesportverbandes Saar, im Rahmen der feierlichen Meisterehrung ausgesprochen. Auch im Alter von 81 Jahren ist der Präsident des TRV Heiligenwald, Manfred Läpple, noch immer an vorderster Front bei der Turnierorganisation zu sehen. In seine Fußstapfen tritt derweil auch sein Sohn Olaf, als Vorsitzender des Gastgebers.

„Wir sind stolz darauf, eine rundum gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt zu haben. Wir haben tollen Sport gesehen, was ohne unsere ehrenamtlichen Helfer unmöglich wäre“, lobt Olaf Läpple.