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Behrens ist der Mann des Abends

Behrens ist der Mann des Abends

Lange sah es nach einer Blamage aus. Doch dann kam Kevin Behrens und führte den 1. FC Saarbrücken im Regionalliga-Heimspiel gegen den FC Nöttingen noch zu einem 4:2-Sieg. Nach der Partie blieb er aber bescheiden.

Der 1. FC Saarbrücken hat vor dem spielfreien Wochenende seine Hausaufgaben gemacht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Beim 4:2 (0:1)-Erfolg des Fußball-Regionalligisten gegen den FC Nöttingen am Mittwochabend war wieder einmal Stürmer Kevin Behrens der Mann des Abends.

"Es war sicher nicht mein bestes Spiel", sagte der 25-Jährige. Dabei hatte er das 2:1 in der 79. Minute selbst erzielt, das 3:2 (84.) seinem Sturmpartner Patrick Schmitt aufgelegt und den Strafstoß herausgeholt, den Alexander Hahn in der Nachspielzeit zum 4:2-Endstand verwandelte. "Uns war klar, dass es ein Geduldsspiel wird, aber wir haben uns in der ersten Hälfte schon schwer getan", sagte Behrens.

Gegen eine tiefstehende Fünfer-Abwehrkette mit defensivem Vierer-Mittelfeld der Nöttinger war es natürlich schwer, die nötigen Räume zu erspielen. Hatte der FCS das mal geschafft, wurde die Verantwortung für den Abschluss aber weitergeschoben. Symptomatisch eine Szene aus der 31. Minute: Behrens hatte Marwin Studtrucker im Strafraum freigespielt, doch statt den Torschuss zu wagen, legte der Neuzugang quer. In den Rücken und auf Kniehöhe von Schmidt - Chance vertan.

Die Gäste nutzten dagegen die einzige wirkliche Möglichkeit der ersten Hälfte. Nach einem Einwurf stimmte beim FCS die Abstimmung nicht. Eray Gür legte maßgenau zu Leutrim Neziraj, der nur noch den Fuß hinhalten musste. "Meine Spieler sind Feierabend-Fußballer", räumte Nöttingens Trainer Dubravko Kolinger ein: "Aber was die hier abgeliefert haben, ist einfach lobenswert." Denn im zweiten Durchgang öffneten die Gäste ihr Bollwerk, kamen selbst zu Konterchancen. Und wer weiß, was passiert wäre, hätte Mario Bilger freistehend auf 2:0 erhöht.

So freuten sich am Ende einer turbulenten Schlussphase 2275 FCS-Fans - und vor allem Daniel Döringer. Er durfte von Beginn an im defensiven Mittelfeld spielen und erzielte mit dem 1:1 (66.) das erste Saisontor der Saarländer von außerhalb des Strafraums. "Wir haben den Kampf angenommen, haben die Ruhe bewahrt. Auch nach dem 2:2, das in so einem Spiel natürlich nie fallen darf. Das müssen wir jetzt aufarbeiten", sagte Döringer: "Für mich war es schön, mal wieder von Anfang zu spielen."

Der FCS siegte, ohne zu glänzen, Trainer Dirk Lottner war das aber egal: "Ich bin sehr erleichtert, dass wir das Spiel noch gewonnen haben." Und nebenbei steht der FCS ja gemeinsam mit der SV Elversberg auf einem der beiden Relegationsplätze.