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Fußball
Bayern stürmen problemlos ins Viertelfinale

Thiago (rechts) traf gestern für die Bayern zur 1:0-Führung.
Thiago (rechts) traf gestern für die Bayern zur 1:0-Führung. FOTO: dpa / Sven Hoppe
Istanbul. Münchner siegen auch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Besiktas Istanbul mit 3:1.

Der FC Bayern München ist ganz cool durch die „Hölle am Bosporus“ gegangen und hat im Schongang das Viertelfinale der Champions League erreicht. Nach einem 5:0 im Hinspiel gewann die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes gestern Abend auch beim türkischen Meister Besiktas Istanbul souverän mit 3:1 (1:0) und darf nach wie vor von der Wiederholung des Triples träumen, das die Bayern 2013 ebenfalls unter Heynckes geholt hatten.


Der 72 Jahre alte Bayern-Coach stellte zudem einen Rekord in der Königsklasse auf, da er als erster Coach elf Siege in Folge im bedeutendsten europäischen Klubwettbewerb feierte. „Das bedeutet mir nicht so viel“, sagte Heynckes, dazu, „mir bedeutet es mehr, dass die Mannschaft gewinnt, gut spielt und eine Entwicklung nimmt.“

Thiago (18.), Gökhan Gönül (46.) per Eigentor und der eingewechselte Sandro Wagner (84.) sorgten dafür, dass Heynckes Geschichte schrieb und die Bayern in der Champions League zum 17. Mal insgesamt und zum siebten Mal hintereinander die Runde der besten Acht erreichten. Vagner Love (58.) erzielte den Treffer der Türken. Der Viertelfinalgegner des souveränen Bundesliga-Tabellenführers wird am morgigen Freitagmittag in Nyon ausgelost.



Vor 36 885 Zuschauern, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw, zeigten sich die Bayern von dem ohrenbetäubenden Lärm auf den Rängen unbeeindruckt und übernahmen vom Start weg die Kontrolle über das Geschehen. Kapitän Thomas Müller hatte nach einem Freistoß von David Alaba bereits in der elften Minute die Chance zur Führung. Auch in der Folgezeit agierten die Gäste hochkonzentriert und hatten jederzeit alles im Griff.

Nachdem Franck Ribéry (17.) in seinem 100. Europacupspiel eine weitere gute Chance verpasst hatte, machte es Thiago 60 Sekunden später besser. Auf Vorarbeit des starken Müller gelang dem Spanier das 100. Pflichtspieltor der Bayern in dieser Spielzeit. Der Torschütze musste in der 35. Minute wegen Schmerzen an der Fußsohle durch James ersetzt werden. Die Blessur sei „aber nicht ganz so schlimm“, sagte Heynckes. Nach dem Treffer war es im Stadion merklich ruhiger geworden. Ribéry, Robert Lewandowski und Mats Hummels hätten noch vor der Pause erhöhen können. Die Türken sorgten kaum für Entlastung, Bayern-Torwart Sven Ulreich war wenig gefordert.

28 Sekunden nach der Pause mussten die Gastgeber durch Gönül den nächsten Stimmungskiller hinnehmen. Anschließend drosselten die Bayern ein wenig das Tempo. Istanbul war jedoch offensichtlich damit zufrieden, die Niederlage diesmal in Grenzen zu halten.