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Champions League
Bayern brauchen Ribéry noch

In Aktion: Franck Ribéry hat in den vergangenen Monaten nur wenig Spielzeit in München gehabt.
In Aktion: Franck Ribéry hat in den vergangenen Monaten nur wenig Spielzeit in München gehabt. FOTO: dpa / Tobias Hase
München. Der Franzose will zeigen, dass er beim FCB noch lange kein Auslaufmodell ist.

() Im Sommer muss nicht Schluss sein. Ein bisschen was geht immer noch, findet jedenfalls Jupp Heynckes, der auch im Champions-League-Spiel gegen Paris St. Germain (Partie war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet) auf einen Kurzeinsatz von Franck Ribéry gehofft hat. „Es ist ja absehbar, vielleicht in ein, zwei Jahren, dass Ribéry seine Karriere beendet“, sagt Bayern Münchens Erfolgstrainer. Aber eben erst in ein, zwei Jahren, nicht schon in ein paar Monaten. Diese besondere Liaison mit einem manchmal polarisierenden Spieler, für den der FC Bayern wie eine zweite Familie ist, hat offenbar durchaus noch eine Zukunft, wenn auch eine begrenzte.


Mittlerweile fast elf Spielzeiten seit 2007 beim Rekordmeister haben ihren Tribut gefordert. Der Außenbandriss im Knie, der den Franzosen zuletzt wieder zwei Monate lang pausieren ließ, ist nur eine von mehreren langwierigen Verletzungen der jüngeren Vergangenheit. Wie viel steckt noch drin im bald 35 Jahre alten Publikumsliebling?

„Franck ist mit großer Motivation zurückgekommen. Er wird speziell im Frühjahr eine Waffe mehr sein, wenn‘s um die Titel geht“, glaubt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Und Ribéry muss es auch sein, denn er erweckt nicht den Eindruck, dass er den Rücktritt vor Augen hat. Allerdings erhebt der häufig impulsive Flügelstürmer aktuell keine Forderungen auf einen neuerlichen Kontrakt an der Säbener Straße. Man weiß, was man aneinander hat.



Ribéry weiß, dass er in Vorleistung treten muss, auch wenn seine enormen Verdienste sicher ebenfalls eine Rolle spielen werden. Seit der 21 Jahre alte Kingsley Coman in dieser Saison einen deutlichen Leistungssprung vollzogen hat, steht zur Debatte, ob nicht die Zukunft auf der Position in der linken Offensive schon besser ist als die Vergangenheit. Heynckes ist der Ansicht, dass Coman sehr wohl noch von Ribery lernen kann. „Zu einem ganz großen Spieler gehört eine Persönlichkeit, er muss weiter reifen“, sagt Heynckes.