1. Sport
  2. Saar-Sport

Baskets 98 Völklingen besiegen TBS Saarbrücken, TuS Herrensohr verliert

Basketball-Oberliga : Chaos beim TBS Saarbrücken im dritten Viertel

Der Basketball-Oberligist verliert das Derby bei der SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous mit 56:73. Der TuS Herrensohr ist nach der 64:80-Heimniederlage gegen die TSG Heidesheim nun Schlusslicht.

Der Ausgang im Saarderby in der Basketball-Oberliga zwischen der SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous und dem TBS Saarbrücken dürfte überraschen: Die Gastgeber gewannen die Partie am vergangenen Samstag in der Ludweiler Warndthalle mit 73:56 (32:25). Sie feierten im achten Saisonspiel ihren zweiten Sieg. Während sich die Baskets vom letzten auf den drittletzten Platz vorschoben, verpassten es die Saarbrücker nach zuletzt zwei Siegen in Serie, sich weiter von der Abstiegszone zu lösen. Der TBS bleibt mit drei Erfolgen und vier Niederlagen Tabellensiebter. Mittlerweile bis auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht wurde TuS Herrensohr nach der vierten Niederlage in Folge. Er verlor sein Heimspiel im Sportzentrum Dudweiler gegen die TSG Heidesheim mit 64:80 (28:34).

„Das war ein super wichtiger Sieg für uns. Die Situation im Tabellenkeller ist verdammt eng, daher ist auch die Höhe des Erfolgs wichtig – wobei die Deutlichkeit schon überrascht“, sagte Baskets-Routinier Stefan Grimm, der mit 14 Punkten bester Werfer der SG war. Beim TBS Saarbrücken machte sich nicht zuletzt das Fehlen von Jimmy Lauter bemerkbar. Der mit im Schnitt 23,2 Punkten zweitbeste Oberliga-Werfer fiel krankheitsbedingt aus. „Seine Punkte haben uns natürlich gefehlt“, sagte TBS-Akteur Fred Addae. Der ehemalige Spielertrainer erzielte im Derby bei seinem Ex-Club 22 Punkte – dahinter sah es bei den Gästen aber mau aus. Mit dem Ex-Völklinger Nael Hatahet (13 Punkte) punktete nur ein weiterer Saarbrücker zweistellig.

Vor allem im dritten Viertel lief fast nichts zusammen – es endete für den TBS mit 5:22 ernüchternd und der Zwischenstand von 30:54 bedeutete die Vorentscheidung zugunsten der Baskets. „Wir haben insgesamt zu viele leichte Fehler gemacht. Im dritten Viertel war da vor allem Chaos“, sagte Addae. Die Gastgeber ließen sich ihre Führung im letzten Abschnitt nicht mehr nehmen, obwohl die Saarbrücker nochmal zulegten – vor allem Addae, der elf Zähler beitrug.

„Ich denke, dass wir das Spiel auf die leichte Schulter genommen haben – das hat uns letztlich das Genick gebrochen“, sagte TBS-Interimstrainer Matthew Stoltz. Er wird die Mannschaft wohl zumindest bis zum Jahresende betreuen. Ob der zurzeit verletzte TBS-Spieler länger Trainer bleibt, sei unklar: „Ich würde gerne weitermachen, muss aber schauen, ob es beruflich für mich auf Dauer machbar ist“, erläutert der Bundeswehr-Nationalspieler, der mit dem Tabellensiebten aus Saarbrücken an diesem Sonntag, 24. November, um 18 Uhr beim Tabellensechsten MJC Trier spielt.

Gegen die Trierer hatte die SG Baskets 98 ihren ersten Saisonsieg eingefahren (74:63). Es folgten die 66:69-Niederlage beim TV Illingen und der Erfolg gegen den TBS. „In den letzten drei Spielen geht es zum Glück aufwärts“, sagte SG-Trainer Gunter Gärtner. „Gegen Illingen waren wir eigentlich besser, haben unglücklich verloren. Heute ist es uns sehr gut gelungen, den Gegner im Angriff konstant unter Druck zu setzen – vor allem im dritten Viertel. Wir waren zudem besser im Rebound und haben trotz vieler Ballverluste die Stärken der Saarbrücker im Umschaltspiel gut unterbunden“, lobte Gärtner. Neben Grimm konnte er offensiv vor allem auf Konstantin Hrasky (12 Punkte), den Ex-Saarbrücker Hani Sabhan (11) und Maximilian Sauer (10) zählen.

An diesem Samstag, 23. November, spielt der Tabellenneunte SG Baskets 98 um 20 Uhr beim Tabellenzehnten und Vorletzten ASC Theresianum Mainz II. Schlechter platziert ist nur noch der TuS Herrensohr. Die Mannschaft von Trainer Michael Freis führte im Heimspiel gegen die TSG Heidesheim nach dem ersten Viertel mit 15:12. Danach brach sie ein und kassierte eine deutliche 64:80-Niederlage. Das nächste Spiel bestreitet der Tabellenletzte am Sonntag, 1. Dezember. Dann ist ab 17 Uhr der Spitzenreiter DJK Nieder-Olm im Sportzentrum Dudweiler zu Gast.