Basketballer müssen nach EM-Vorrunde nach Hause fahren

Ljubljana · Die deutschen Basketballer sind erstmals seit 18 Jahren bei einer EM in der Vorrunde gescheitert. Im vierten Turnierspiel in Slowenien kassierte die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz beim 74:81 (38:42) gegen Großbritannien ihre dritte Niederlage und kann die zweite Gruppenphase nicht mehr erreichen.

Damit ist auch das Ticket für die WM 2014 in Spanien weg. Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) war 1995 in Griechenland zuletzt nach der ersten Runde ausgeschieden. "Wir haben viel Lehrgeld bezahlt", sagte Bundestrainer Menz, "die Jungs haben alles versucht. Wir sind hier, um Erfahrungen zu sammeln."

Gegen die Briten war ein Sieg Voraussetzung, um die theoretische Chance auf das Weiterkommen zu wahren. In der eigenen Hand hatte es das DBB-Team seit der 83-88-Niederlage gegen die Ukraine am Freitag eh nicht mehr. Doch die nervliche Belastung war offenbar zu groß.

Dabei hatte Menz als Bundestrainer bewusst auf Zielvorgaben verzichtet und damit den Druck von der unerfahrenen Mannschaft genommen. Das frühe Aus ist dennoch eine Enttäuschung, denn gerade nach dem Sieg gegen Frankreich zu EM-Beginn schien der Weg in Anbetracht der übrigen Gruppengegner geebnet. "Es gilt, eine Mannschaft für die Zukunft zu entwickeln", betonte Menz, "es ist normal, dass wir nicht 40 Minuten konstant spielen können."