Basketballer der Saarlouis Royals starten am Samstag in die neue Saison

Beginn der Basketball-Bundesliga : Start für die runderneuerten Royals

Saarlouiser Bundesliga-Basketballerinnen treffen zum Saisonauftakt am Samstag in Hannover auf Vorjahres-Vizemeister Keltern.

Mittwochnachmittag in der Stadtgartenhalle in Saarlouis. Die Bundesliga-Basketballerinnen der Saarlouis Royals trainieren im Fünf gegen Fünf auf zwei Körbe. Schnelle Pässe, Würfe, hohes Tempo – und plötzlich ein Schock. Nach einem Zusammenprall zwischen den Neuzugängen Jessica Kovatch aus den USA und Point Guard Mandy Geniets bleibt letztgenannte nach einigen Sekunden auf der Platte liegen. Die Luxemburgerin hat große Schmerzen an der Hüfte, wird direkt ins Krankenhaus gefahren.

An diesem Samstag findet in Hannover die große Saisoneröffnung der 1. Basketball-Bundesliga statt – mit den Royals, aber ohne Geniets, bei der eine Hüftprellung diagnostiziert wurde. Beim sogenannten „Season Opening“ sind alle zwölf Mannschaften der Liga vertreten und spielen den ersten Spieltag aus. Die Saarlouis Royals, die ab dieser Saison durch den Einstieg eines Sponsors offiziell inexio Royals Saarlouis heißen, treffen um 13.30 Uhr in der Sporthalle Birkenstraße auf Vorjahres-Vizemeister Rutronik Stars Keltern . Für Sykora „eine Top-Mannschaft und Aspirant auf die Meisterschaft“. Dass Keltern eine zu große Hürde für seine Mannschaft sein könnte, glaubt Sykora nicht. „Das ist ein Spiel, auf das wir uns vorbereitet haben. Wenn wir als Mannschaft den Teamspirit aufs Feld bringen, dann können wir was erreichen. Wir sind als Team stark genug“, sagt Sykora.

Dabei fehlen wird aber neben der Luxemburgerin Geniets auch die mit großen Hoffnungen von den Sheffield Hatters aus England zurückgekehrte Mannschaftkapitänin Levke Brodersen. „Wir haben jetzt eine schwierige Situation, weil Levke immer noch Rückenprobleme hat. Das erste Spiel kann sie nicht spielen“, sagt Sykora und ergänzt: „Sie arbeitet intensiv an ihrer Rückkehr. Aber es ist immer noch die Frage, wann sie wieder spielen kann. Wir kämpfen gegen die Zeit.“ Zudem ist der Einsatz des tschechischen Neuzugangs Tereza Kracíková, die sich in einem Testspiel am Auge verletzt hat, in Gefahr. „Wir warten bis Freitag ab und schauen, was die Ärzte sagen“, meint Sykora.

Der Trainer hat nach dem Fast-Abstieg in der vergangenen Spielzeit nun eine komplett runderneuerte Mannschaft mit insgesamt acht Neuzugängen und lediglich vier verbliebenen Spielern aus der letzten Saison zur Verfügung. Neben Brodersen, Kovatch, Geniets und Kracíková kamen noch Fee Zimmermann, die vom luxemburgischen Verein BBC Grengewald-Hueschtert zu den Royals zurückkehrt, Alison Gorell (USA), Gabriela Nemcova (Tschechien) und Verdine Warner von Liga-Konkurrent Göttingen hinzu.

Dass die neu zusammengestellte Mannschaft Zeit benötigen wird, ist auch Sykora bewusst. „Wir haben deshalb ein bisschen früher mit der Saisonvorbereitung angefangen als normalerweise. Wir mussten viel Zeit in die Mannschaft investieren“, sagt Sykora und fügt hinzu: „In der Vorbereitung haben wir von Grund auf, von Anfang bis Ende alles neu gemacht – Kondition, Athletik und Taktik“.

Doch seine Mädels scheinen zumindest an diesem Mittwoch im Training bereits vieles von dem umzusetzen, was der Trainer von ihnen verlangt – auch wenn der ab und an etwas lauter und energischer werden muss. „Die Energie muss auch von einem Trainer rauskommen“, erzählt er und ergänzt mit einem Lächeln: „Aber das sind die Mädels schon gewohnt.“ In den sieben Vorbereitungsspielen konnten die Royals fünf Siege einfahren, unter anderem gegen die belgische Spitzenmannschaft Spirou Ladies Charleroi im Rahmen des Royals-Days vor dreieinhalb Wochen.

„Die beiden einzigen Niederlagen waren gegen Mannschaften auf sehr hohem Niveau mit Eurocup-Erfahrung. Das war genauso, wie wir uns auf das erste Liga-Spiel vorbereiten wollten“, sagt Sykora, der „mit der Vorbereitung insgesamt zufrieden“ ist. Und so verwundert seine abschließende Aussage nicht. „Wir wollen die Playoffs erreichen. Das ist unser Ziel“, erklärt Sykora. Das Spiel gegen Keltern am Samstag dürfte einen ersten Fingerzeig liefern.

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