Basketball-Regionalliga: Sunkings feiern nach vier Pleiten wieder Sieg

Basketball : „Das war ganz wichtig für die Moral“

Nach vier Pleiten in Folge können die Sunkings Saarlouis wieder einen Sieg einfahren. Der Erfolg kam zum genau richtigen Zeitpunkt.

Nach jedem Heimspiel der Saarlouis Sunkings nehmen sich die Spieler Zeit, um mit ihren Fans abzuklatschen. So viel Freude wie am vergangenen Sonntag dürfte der Gang zu den Zuschauern den Basketballern aber schon länger nicht mehr gemacht haben. Die Last, die den Sonnenkönigen von den Schultern fiel, man hätte sie wohl auch in Stuttgart noch aufschlagen hören. Dort, wohin der Regionalligist seinen Gegner nach Hause schickte.

„Wir sind erstmal erleichtert. Das war ganz wichtig für die Moral“, freute sich Jonathan Almstedt über den lange ersehnten 76:67-Heimsieg gegen den MTV Stuttgart. „Wir haben das sehr gebraucht“, pflichtete ihm sein Teamkollege Nicholas Burgard bei. Vier Spiele infolge hatte Saarlouis zuletzt verloren. Die Mannschaft rutschte dadurch auf Rang zehn ab, der Anschluss an das Mittelfeld stand auf der Kippe. Nur zwei Punkte Vorsprung auf den vorletzten Tabellenplatz sorgten zusätzlich für Anspannung. „Wenn man immer wieder so unglücklich verloren hat, hat man diese Leichtigkeit nicht“, bestätigte auch Trainer Dominic Dörr.

Und das zeigte sich auch im Heimspiel gegen die Gäste aus Baden-Württemberg am Anfang. Denn nach dem ersten Viertel waren die Sunkings im Hintertreffen. Schon wieder. „Wir hatten wieder Probleme mit der Defense, mit der Intensität“, haderte Center Almstedt. Es fehlte am nötigen Willen. So war es nicht verwunderlich, dass den Hausherren der Wunsch, endlich mal mit einer Führung aus dem ersten Viertel hervorzugehen – das hatte Saarlouis zuletzt am dritten Spieltag geschafft – verwehrt blieb. 15:22 stand es nach den ersten zehn Minuten.

An diesem Ergebnis hatten die Gastgeber eine Weile zu knabbern. Doch dann fand Nii Narku Bergman den richtigen Impuls, als er mit der Pausensirene von jenseits der Drei- Punkte-Linie die rund 120 Zuschauer in der Stadtgartenhalle verzückte. Der 39:41-Pausenstand machte Mut für die zweite Hälfte.

„Die Jungs haben den Kampf angenommen“, lobte auch Trainer Dörr, der allerdings noch bis zum Schluss-Viertel zittern musste. Beruhigend war das 59:56 nicht. Doch dann drehten die Sonnenkönige auf – allen voran Center Burgard. Sein persönlicher Höhepunkt: Bei fast abgelaufener Uhr versenkte er unter Bedrängnis einen ganz wichtigen Dreier zum 66:58. „Ich wollte einfach den Ball haben und das Ding reinhauen“, erzählt er und muss lachen. Der 25-Jährige legte allein im Schlussviertel elf Punkte auf und garnierte seine Leistung mit zwei Blocks. Dem MTV fehlte im Abschluss die nötige Genauigkeit, die Saarlouis auf der anderen Seite hatte. In einer nicht gerade hochklassigen, dafür umso umkämpfteren Partie machte das am Ende den Unterschied. Burgard betont: „Wir wollten das Spiel einfach. Das hat es am Ende gemacht.“

Als neuer Tabellenachter müssen die Sunkings am kommenden Samstag um 16.30 Uhr beim direkten Verfolger 1. FC Kaiserslautern ran.

Die Punkte für die Sunkings: Ricky Easterling 22; Nicholas Burgard 21, Filip Kamenov 16; Nii Narku Bergmann 9; Paul Fuchs 4; Finn Oliver Heyd und Jonathan Almstedt je2.