Basketball-Regionalliga: Saarlouis Sunkings empfangen am Sonntag Mannheim

Basketball-Regionalliga : Hari holt schon mal das Trikot raus

Mit Center Hari Mujkanovic gibt ein bekanntes Gesicht sein Comeback bei den Sunkings. Am Sonntag kommt Mannheim.

Die Erleichterung und auch die Überraschung sind noch Tage später deutlich zu spüren. „Mit dem Triumph über Koblenz hat keiner von uns gerechnet“, gibt Sunkings-Center Nicholas Burgard zu. Mit dem 71:68-Überraschungserfolg beim Titelkandidaten SG Lützel-Post Koblenz feierte Basketball-Regionalligist Saarlouis den zweiten Sieg in Folge – und kletterte in der Tabelle auf Platz sieben. Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Stadtgartenhalle) wollen die Saarlouiser nun die nächsten Punkte einfahren und sich durch einen Erfolg im letzten Spiel der Hinrunde gegen den Tabellen-Elften, SG Mannheim, vorzeitig beschenken.

Sunkings-Trainer Dominic Dörr warnt vor dem Gegner. Die Gäste seien besser, als es ihr Tabellenplatz zeige. „Mannheim hat am vergangenen Wochenende einen 78:73-Heimsieg gegen den Tabellendritten TV Idstein eingefahren und ist seit zwei Spielen ungeschlagen. Die werden auch mit Selbstvertrauen zu uns kommen“, warnt Dörr. Der Gegner habe mit Alexander Kuhn und Benjamin Kaufhold zwei gefährliche Außenspieler. Außerdem seien die Gäste gute Distanz-Schützen.

Durch die Verletzung von Paul Fuchs und Jonathan Almstedt plagen die Sunkings große Personalsorgen. Fuchs knickte im Abschlusstraining vor dem Koblenz-Spiel um und fällt mit einem Bänderabriss monatelang aus. „Bei Jonathan ist es fraglich, ob er am Sonntag spielen kann“, sagt Dörr. Der Center habe in der vergangenen Woche Schmerzen im linken Fuß verspürt. „Ich denke, dass ich meinen Fuß überlastet habe“, meint Almstedt.

Dafür wird ein alter Bekannter die Mannschaft unterstützen. „Muharem Mujkanovic wird uns am Wochenende wieder aushelfen“, freut sich Dörr. Die Sunkings-Ikone kehrte für das Koblenz-Spiel (erneut) aus dem Basketball-Ruhestand zurück, um dem Team in seiner Personalnot auszuhelfen. „Er wird diese Woche mit der Mannschaft trainieren. Mit seiner Erfahrung kann er uns weiterhelfen“, ist Dörr sicher. „Hari“ Mujkanovic, wie ihn alle nennen, kennt seine Mitspieler noch gut und versteht sich mit ihnen blind. Über Jahre hinweg war er einer der Leistungsträger des Teams, 2017 wollte er eigentlich aufhören, half dann aber bereits 2018 und zu Beginn des Jahres 2019 der Mannschaft immer mal wieder aus, wenn Not am Mann war.

Kurz vor der Winterpause lohnt sich ein Blick zurück. Wie hat den Sunkings der bisherige Verlauf der aktuellen Regionalligasaison gefallen? „Die Hinrunde war ein Abenteuer mit vielen Höhen und Tiefen“, sagt Center Nicholas Burgard. Er sei insgesamt zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, auch wenn das Team einige Pleiten zu viel auf dem Konto habe.

„Wenn ein neuer Trainer kommt, dann muss sich die Mannschaft erst finden. Das ist normal“, weiß Dörr. Er habe viel experimentieren müssen, nun sei das Team aber auf einem guten Weg. „Am Anfang musste ich testen, welche Ansprache bei der Mannschaft ankommt, und wie ich das Training am besten gestalte. Das ist bei jedem Team unterschiedlich“, erklärt Dörr.

Center Burgard findet: „Unser schlechtestes Spiel war die 66:73-Heimniederlage am sechsten Spieltag gegen den TV Langen.“ Dörr und Almstedt sehen hingegen einen anderen Tiefpunkt: die 67:81-Auswärtspleite gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Über den Höhepunkt sind sich aber alle einig: Das Erfolgserlebnis gegen Koblenz toppte einfach alles. „Da hat die Mannschaft bewiesen, dass sie Herz hat“, schwärmt Burgard.