Basketball: Deutsche Mannschaft wartet auf "zweiköpfiges Monster"

Frankfurt. Auf dem Weg zur Basketball-Europameisterschaft in Litauen geht es für die deutsche Nationalmannschaft und ihren Superstar Dirk Nowitzki nur schleppend voran. Während sich Nowitzki im Einzeltraining mit seinem Mentor Holger Geschwindner quält, bot das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann am Freitagabend beim 74:79 gegen Finnland eine kraftlose Vorstellung

Frankfurt. Auf dem Weg zur Basketball-Europameisterschaft in Litauen geht es für die deutsche Nationalmannschaft und ihren Superstar Dirk Nowitzki nur schleppend voran. Während sich Nowitzki im Einzeltraining mit seinem Mentor Holger Geschwindner quält, bot das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann am Freitagabend beim 74:79 gegen Finnland eine kraftlose Vorstellung. "Wir haben zehn Tage sehr intensiv trainiert. Natürlich sind die Körner verbraucht, die Köpfe leer. Die Jungs waren platt", befand Bauermann.Ähnliche Probleme hat Nowitzki nach dem NBA-Triumph mit den Dallas Mavericks. "Im Moment ist es schon schwer zu sehen, was da noch kommen kann. Deswegen habe ich jetzt auch schon leichte Motivationsprobleme, für die EM wieder fit zu werden. Die Spiele sind nicht das Problem, sondern das Training mit Holger. Abends der Stepper, das Krafttraining, das Rennen - da wird es manchmal schwer, sich zu motivieren", berichtete der 2,13-Meter-Riese aus Würzburg.

Gemeinsam mit NBA-Kollege Chris Kaman von den Los Angeles Clippers will Nowitzki das deutsche Team zu den Olympischen Spielen 2012 in London führen. Um das Qualifikationsturnier zu erreichen, muss bei der EM mindestens ein sechster Platz her. Zum Supercup vom 19. bis 21. August in Bamberg stoßen Nowitzki und Kaman dazu, und Bauermann fiebert dem Eintreffen seines Top-Duos, das er als "zweiköpfiges Monster" bezeichnet, entgegen. Der Coach lässt keinen Zweifel daran, dass das Spielsystem dann voll und ganz auf Nowitzki und Kaman zugeschnitten sein wird. "Zwei Spieler, die zu den besten der Welt zählen, brauchen natürlich den Ball", sagte Bauermann. dpa