Barrois und Becker verabschieden sich

London. Die deutschen Tennisprofis hatten es bei den "All England Championships" in Wimbledon gestern eilig. Doch nur Angelique Kerber, Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer schafften es, vor dem entscheidenden WM-Vorrundenspiel der Fußball-Nationalmannschaft Feierabend zu machen - und trotzdem in die dritte Runde einzuziehen

 Kristina Barrois streckte sich umsonst: Gegen Justine Henin war wie schon vor einer Woche in 's-Hertogenbosch Endstation. Foto: dpa

Kristina Barrois streckte sich umsonst: Gegen Justine Henin war wie schon vor einer Woche in 's-Hertogenbosch Endstation. Foto: dpa

London. Die deutschen Tennisprofis hatten es bei den "All England Championships" in Wimbledon gestern eilig. Doch nur Angelique Kerber, Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer schafften es, vor dem entscheidenden WM-Vorrundenspiel der Fußball-Nationalmannschaft Feierabend zu machen - und trotzdem in die dritte Runde einzuziehen. Während Philipp Kohlschreiber fünf Sätze lang bravourös kämpfe und sogar einen Matchball abwehrte, mussten Kerber und Mayer nur einen verpatzten Start aufholen, ehe sie nach harter Arbeit überraschend erfolgreich vom Heiligen Rasen gehen konnten.

Den beiden Saarländern im Feld gelang dies nicht: Kristina Barrois (Urexweiler) musste der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Justine Henin aus Belgien gratulieren, der sie wie in 's-Hertogenbosch vergangene Woche trotz guter Leistung mit 3:6 und 5:7 unterlag. Am frühen Abend verabschiedete sich dann auch Benjamin Becker (Orscholz) nach einem 5:7, 3:6 und 4:6 gegen den an Nummer zwölf gesetzten Tschechen Tomas Berdych. Beide müssen sich mit einem Preisgeld von 22 800 Euro trösten.

"Ich will noch ein paar Runden gewinnen", sagte Kerber und erschrack nach ihrem 3:6, 6:3, 6:4 gegen Shahar Peer aus Israel über ihre forsche Ankündigung. Kohlschreiber wurde derweil zum Dauerläufer und darf sich nach dem 7:6 (8:6), 5:7, 2:6, 7:6 (7:5), 9:7-Erfolg gegen den Russen Teimuraz Gabaschwili auf einen Auftritt auf einem der großen Plätze freuen. Denn nun kommt es zum vierten Vergleich mit Vorjahres-Finalist Andy Roddick aus den USA, gegen den er 2008 bei den Australian Open ebenfalls in Runde drei einmal gewonnen hat.

Florian Mayer war mutig nach dem 6:7 (2:7), 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Amerikaner Mardy Fish, der die bis dato zwei Vergleiche jeweils gewonnen hatte. Es sei zwar ein hartes Stück Arbeit gewesen, aber "jetzt will ich auch in die zweite Woche kommen", sagte der Viertelfinalist von 2004, dem die Wiederholung seines erfolgreichen Debüts durchaus zuzutrauen ist. dpa