Barnerts Wechsel geht im Sommer über die Bühne

Barnerts Wechsel geht im Sommer über die Bühne

Saarlouis. Da ist es wieder, das Chaos. Die Basketballerinnen der Saarlouis Royals haben noch nicht mal ihr erstes Spiel nach der Winterpause bestritten, da tauchen wilde Meldungen auf: Stina Barnert verlässt die Royals nach der Saison. Auf Grund ihres Studiums an der Hotel- und Gastronomie-Schule in Saarbrücken muss sie ein Jahr im Ausland verbringen. So weit richtig

Saarlouis. Da ist es wieder, das Chaos. Die Basketballerinnen der Saarlouis Royals haben noch nicht mal ihr erstes Spiel nach der Winterpause bestritten, da tauchen wilde Meldungen auf: Stina Barnert verlässt die Royals nach der Saison. Auf Grund ihres Studiums an der Hotel- und Gastronomie-Schule in Saarbrücken muss sie ein Jahr im Ausland verbringen. So weit richtig. "Wir versuchen, ihr zu helfen, einen guten Verein zu finden", erklärt Royals-Trainer René Spandauw, "es gibt Kontakte zu Vereinen in Spanien und Frankreich, so, wie sie es will".

Laut einer Meldung des Saarländischen Rundfunks soll Barnert als Hauptgrund für einen Wechsel höhere Gehaltsvorstellungen angegeben haben. Sie sagt: "Was ich damit meinte, war, dass ich den Sport zu meinem Beruf machen möchte", stellt sie klar, "das kann ich hier nicht machen. In Frankreich oder Spanien gibt es schon bessere Möglichkeiten. Aber ich wollte schon immer unabhängig vom Geld im Ausland spielen". Das sagte sie übrigens auch schon zu Beginn der Saison der SZ. Apropos Ausland: Es soll auch Spekulationen um Spandauw geben, der nach Informationen aus dem Umfeld der Royals Kontakte mit Schweizer Vereinen haben soll. Darauf angesprochen, reagiert der Royals-Trainer sowohl geschockt als auch irritiert. "Das entspricht absolut nicht der Wahrheit", stellt er klar, "einige Leute versuchen, wieder Chaos zu verbreiten. Ich habe bei den Royals einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2012/2013".

Inmitten der Gerüchte geht für den Tabellendritten Saarlouis Royals an diesem Samstag der Liga-Alltag weiter: Um 19.30 Uhr empfängt der Meister in der Stadtgartenhalle den abstiegsgefährdeten Herner TC, der Tabellenzehnter ist. "Das Spiel gegen Herne war schlecht vorzubereiten", sagt Spandauw. Zum einen, da er das Training nicht nach Wunsch aufbauen konnte: Kitty Müller hielt sich in der vergangenen Woche bei der deutschen U18-Nationalmannschaft auf, Levke Brodersen zog sich einen Muskelfaserriss zu. "Da fällt die Möglichkeit weg, um viel am 'Fünf gegen Fünf' zu arbeiten", erklärt der Trainer. Zum anderen wissen die Royals nicht, welche Mannschaft sie erwartet, da der Gegner an einem Neuaufbau arbeitet: Drei Spielerinnen haben die Mannschaft verlassen, die Amerikanerin Jasmine Young verstärkt den Herner TC. Unsicher ist noch der Einsatz des weiteren US-Zugangs Marscilla Packer.

Die Saarlouis Royals hingegen blieben in der Spielpause aus finanziellen Gründen mit Transfers inaktiv. Dafür sind die zuletzt angeschlagenen Spielerinnen alle wieder einsatzbereit. "Nur bei Lina Schiffer wird es bestimmt noch einen Monat dauern, bis sie zurückkehren kann", erklärt Spandauw, "sie muss im Training bei Null anfangen". Und so scheint sich zumindest langsam das Lazarett der Verletzten zu lichten.

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