„Automatisch ist das Weiterkommen nicht“

„Automatisch ist das Weiterkommen nicht“

Bayer Leverkusen kämpft gegen den FC Kopenhagen um die Champions-League-Millionen. Borussia Mönchengladbach bekommt es in der Qualifikation zur Europa-League-Gruppenphase mit dem FK Sarajevo zu tun.

Für Bayer Leverkusen führt der Weg zu den Champions-League-Millionen über den FC Kopenhagen mit dem ehemaligen Kölner Bundesliga-Trainer Stale Solbakken. Gegner von Borussia Mönchengladbach in den Playoffs zur Europa League ist der FK Sarajevo - keine leichten, aber lösbare Aufgaben für die beiden Fußball-Erstligisten aus dem Land des Weltmeisters.

"Man muss es nehmen, wie es kommt", kommentierte der neue Bayer-Cheftrainer Roger Schmidt die Auslosung am Freitag im Uefa-Hauptquartier im schweizerischen Nyon . Er will mit seinem Team "an die Leistungsgrenze gehen und die beiden Spiele erfolgreich bestreiten". Das Hinspiel in der dänischen Hauptstadt findet am 19. August statt, das Rückspiel am 27. August in der BayArena (siehe auch : Zahlen). Die Leverkusener hatten als Bundesliga-Vierter der Vorsaison die Playoffs zur Königsklasse erreicht.

Mönchengladbach muss am 21. August beim Pokalsieger von Bosnien-Herzegowina antreten und bestreitet die entscheidende Begegnung am 28. August (20.45 Uhr/Kabel 1) im Borussia-Park. Vizepräsident Rainer Bonhof warnte vor Sarajevo : "In der Quali-Phase ist kein Gegner leicht zu nehmen." Vielleicht spiele es den Gladbachern etwas in die Karten, dass man das erste Spiel zunächst auswärts hat. Bonhof: "Ich weiß, dass die Borussia-Fans reiselustig sind, deshalb bin ich sicher, dass wir auch dort große Unterstützung haben werden. Aber wir dürfen keine Überheblichkeit an den Tag legen." Sportchef Max Eberl erklärte: "Um sich in der bosnischen Liga für die Europa League zu qualifizieren, braucht man Qualität. Aus logistischen Gesichtspunkten, die Anreisestrapazen betreffend, hätte es uns sicher schlimmer treffen können."

Bayer-Sportchef Rudi Völler hält Kopenhagen für schlagbar, ließ indes auch Skepsis anklingen: "Automatisch ist das Weiterkommen nicht." Das Schmidt-Team werde aber "alles tun". Völler betonte: "Wir wollen in die Gruppenphase, auch wenn es ziemlich schwer wird." Schmidt erkannte nach der Auslosung einen kleinen Bonus: "Es ist zumindest kein Nachteil, zuerst auswärts zu spielen. Wir werden uns auf beide Begegnungen perfekt vorbereiten und zwei Mal eine perfekte Leistung abrufen."

Der zehnmalige dänische Meister Kopenhagen wurde zuletzt 2012/2013 nationaler Titelträger und in der darauffolgenden Spielzeit Zweiter. Das Team setzte sich in der dritten Qualifikationsrunde gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk durch (0:0, 2:0). In der Abwehr spielt bei Kopenhagen der ehemalige Nürnberger Per Nilsson, im Angriff der ehemalige Leverkusener Nicolai Jörgensen.

Völler zeigte sich erleichtert, dass Bayer dem vermeintlich schwierigsten Konkurrenten, Athletic Bilbao aus Spanien, aus dem Weg gehen konnte: "Ich gebe gern zu, dass wir froh sind, nicht gegen Bilbao spielen zu müssen. Das war die stärkste Mannschaft des Fünfer-Topfs. Wir wollen Bilbao vermeiden. Die anderen sind wurscht." Es werde sicher schwierig gegen die Dänen: "Aber wir werden nach einem Jahr Arbeit alles dafür tun, die Gruppenphase zu erreichen - bei allem Respekt."