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Ausgeknutscht: Geschasster Maradona schweigt

Ausgeknutscht: Geschasster Maradona schweigt

Buenos Aires. Es hat sich ausgeknutscht. Diego Maradona (Foto: afp) muss seinen Traum vom WM-Titel als Trainer der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft begraben. Nach seiner Berufung am 28. Oktober 2008 erklärte der mächtige Verbandsboss Julio Grondona das von Beginn an umstrittene Engagement der "Hand Gottes" am Abend des 27

Buenos Aires. Es hat sich ausgeknutscht. Diego Maradona (Foto: afp) muss seinen Traum vom WM-Titel als Trainer der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft begraben. Nach seiner Berufung am 28. Oktober 2008 erklärte der mächtige Verbandsboss Julio Grondona das von Beginn an umstrittene Engagement der "Hand Gottes" am Abend des 27. Juli 2010 in Buenos Aires für beendet - nach nicht einmal zwei Jahren. Neue WM-Heroen wollte Diego schaffen, sagen wollte der nun selbst gefallene Maradona vorerst nichts. "Mit dem ist im Augenblick nicht gut zu sprechen", meinte Grondona. Der AFA-Boss wollte, dass Maradona den Großteil seiner Mitarbeiter austauscht. Das wollte Maradona aber nicht. Daher die Trennung. "Wie könnte es für mich nicht schmerzvoll sein, schließlich bin ich mit Maradona seit 1979 verbunden", meinte Grondona zu seinem Empfinden zum letzten Arbeitstag von Maradona. Eine Gruppe Demonstranten hatte zuvor vor dem Gebäude der AFA gegen Grondona demonstriert und an die Wand geschrieben: "Grondona, Gegner des Volkes." Einer Umfrage zufolge will eine Mehrheit der Argentinier am liebsten den erfolgreichsten argentinischen Trainer der vergangenen Jahre, den Ex-Trainer von Boca Juniors, Carlos Bianchi, als neuen Nationalcoach. Der aber kann Grondona nicht ausstehen und hat schon früher dessen Angebote abgelehnt. Für das anstehende Testspiel am 11. August in Irland, für das Maradona bereits eine Liste mit 18 Akteuren ausgearbeitet hatte, wird nun interimsweise Sergio Batista das Amt übernehmen. Ausgerechnet er. Der Trainer der U 20 ist Maradonas Intimfeind. Wer dann folgt, ist offen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Alejandro Sabella, Trainer von Estudiantes de la Plata. Er ist so etwas wie der Gegenentwurf zu Maradona: besonnen und medienscheu. dpa