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Aus für Drogba und Ferdinand

Aus für Drogba und Ferdinand

Sion. Schock für die Elfenbeinküste: Der Geheimfavorit muss bei der Fußball-WM in Südafrika auf seinen Superstar Didier Drogba verzichten. Das vermeldeten die französische Sportzeitung "L'Equipe" und das Internetportal "sport-ivoire.ci" am Freitag

Sion. Schock für die Elfenbeinküste: Der Geheimfavorit muss bei der Fußball-WM in Südafrika auf seinen Superstar Didier Drogba verzichten. Das vermeldeten die französische Sportzeitung "L'Equipe" und das Internetportal "sport-ivoire.ci" am Freitag. Der Torjäger des FC Chelsea erlitt nach ihren Informationen beim 2:0 (1:0)-Testspiel-Sieg der Ivorer gegen Japan einen Bruch des rechten Ellbogens. Drogba war nach einem Zweikampf mit seinem Gegenspieler Tulio auf den Arm gefallen und musste bereits nach 18 Minuten ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht worden. "Natürlich mache ich mir jetzt Sorgen", sagte Trainer Sven-Göran Eriksson. "Er ist unser Kapitän und einer der besten Spieler der Welt." Drogba ist nach Ghanas Michael Essien (Knie) bereits der zweite afrikanische Superstar, der bei der ersten Weltmeisterschaft auf dem Kontinent fehlen wird. Auch von einem "Chelsea-Fluch" ist bereits die Rede, da nach Essien und Michael Ballack nun schon der dritte Star des englischen Meisters bei der WM ausfällt. Drogba war in Top-Form, wurde in der abgelaufenen Saison englischer Meister und Pokalsieger mit dem FC Chelsea und hatte sich mit 29 Treffern die Torjägerkanone der "Premier League" gesichert. " Das ist schrecklich", schrieb "sport-ivoire.ci". Die Elfenbeinküste spielt in der "Hammergruppe" G mit Brasilien, Portugal und Nordkorea.Hiobsbotschaft auch für England: Nach einer am Freitagmorgen beim Training erlittenen Knieverletzung fällt Englands Kapitän und Innenverteidiger Rio Ferdinand für die WM aus. Der 31 Jahre alte Abwehr-Routinier von Manchester United hatte sich die Blessur bei einem Tackling von Nationalstürmer Emile Heskey von Aston Villa gleich bei der ersten Trainingseinheit zugezogen. dpa

Auf einen BlickBallack, Beckham, dazu Totti, Toni und Viera: Die Liste ist lang und klangvoll. Für viele Stars ist die WM vorbei, bevor sie überhaupt angefangen hat. Neben Verletzungen wie bei Michael Ballack, England-Star David Beckham oder Didier Drogba waren es auch überraschende Personalplanungen der Trainer, die den Stars einen Strich durch die Rechnung machten. Frankreichs Trainer Raymond Domenech berief Karim Benzema (Real Madrid) nicht mal in den vorläufigen Kader, und auch Patrick Viera musste zu Hause bleiben. Brasiliens Carlos Dunga verzichtete nicht nur auf Ronaldo und Adriano, sondern auch auf den zweimaligen Weltfußballer Ronaldinho. Nur vor dem Fernseher wird die WM auch für Luca Toni, Francesco Totti (beide Italien) und Ruud van Nistelrooy (Niederlande) stattfinden, ebenso für Torhüter-Legende Peter Cech (Tschechien), Stürmer Zlatan Ibrahimovic (Schweden) und Spielmacher Andrej Arschawin (Russland). dpa