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Aus für den britischen Hoffnungsträger

Aus für den britischen Hoffnungsträger

Melbourne. Am australischen Nationalfeiertag musste Andy Murray die Koffer packen. Was war nicht alles gemutmaßt worden über den 21 Jahre alten britischen Hoffnungsträger, der mit der ersten Grand-Slam-Trophäe seit mehr als 70 Jahren im Gepäck auf die Insel zurückkehren wollte. Der Schotte wurde in den Wettbüros als Top-Favorit knapp hinter Roger Federer eingestuft

Melbourne. Am australischen Nationalfeiertag musste Andy Murray die Koffer packen. Was war nicht alles gemutmaßt worden über den 21 Jahre alten britischen Hoffnungsträger, der mit der ersten Grand-Slam-Trophäe seit mehr als 70 Jahren im Gepäck auf die Insel zurückkehren wollte. Der Schotte wurde in den Wettbüros als Top-Favorit knapp hinter Roger Federer eingestuft. Doch gestern Abend entpuppte sich Fernando Verdasco im Achtelfinale der Australian Open als Spielverderber. Nach einer Achterbahnfahrt über fünf Sätze musste sich der Weltranglisten-Vierte dem elf Plätze tiefer notierten Spanier mit 6:2, 1:6, 6:1, 3:6, 4:6 geschlagen geben."Das ist kein Desaster. Ich habe noch mehr Chancen, Grand-Slam-Turniere zu gewinnen", sagte Murray gefasst. Er klagte über Unwohlsein, wollte dies aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. Somit bleibt Fred Perry der letzte Brite, der ein Grand-Slam-Turnier gewann. Das war 1936. Verdasco trifft nun auf Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich. Der Vorjahres-Finalist setzte sich gegen James Blake (USA) mit 6:4, 6:4, 7:6 (7:4) durch.. Weniger als zwei Stunden brauchte die Nummer eins der Welt Rafael Nadal am "Australia Day" auf dem Center Court, um Fernando Gonzalez aus Chile mit 6:3, 6:2, 6:4 aus dem Turnier zu befördern. Die 15 000 Zuschauer in der Rod Laver Arena bekamen einen echten Leckerbissen Nadalscher Spielkunst zu sehen. Der Linkshänder hat als einziger Akteur bislang keinen Satz abgegeben. Nicht erst seit seinem überzeugenden Auftritt gegen Thomas Haas wird der Name Nadal immer häufiger genannt, wenn der Turniersieger gesucht wird."Ich habe bislang in allen Spielen gut gespielt. Ich werde jetzt aber nicht sagen, dass ich ins Halbfinale oder Endspiel einziehe", sagte Nadal bescheiden. Auf den 22-Jährigen wartet morgen der an Nummer sechs gesetzte Franzose Gilles Simon. Dessen Landsmann Gael Monfils musste beim Stand von 6:4, 2:6, 6:1 aus Sicht Simons wegen einer Verletzung am Handgelenk aufgeben. Bei den Damen erreichten die dreimalige Titelträgerin Serena Williams (USA) und Olympia-Siegerin Jelena Dementjewa aus Russland das Viertelfinale. Williams profitierte nach verlorenem ersten Satz von der Aufgabe ihrer Gegnerin Victoria Asarenka aus Weißrussland und trifft nun auf die Russin Swetlana Kusnezowa. Dementjewa gewann gegen die Slowakin Dominika Cibulkova und spielt jetzt gegen Carla Suarez-Navarro (Spanien).An der Seite der Schweizerin Patty Schnyder hat die Saarbrückerin Anna-Lena Grönefeld das Doppel-Viertelfinale erreicht. Das Duo bezwang Lucie Safarova (Tschechien) und die Kasachin Galina Woskobojewa 6:4, 6:7 (5:7), 6:3. Nun treffen Grönefeld und Schnyder auf Casey Dellacqua (Australien) und Francesca Schiavone (Italien). dpa "Das ist kein Desaster. Ich habe noch mehr Chancen, Grand-Slam-Turniere zu gewinnen."Tennisprofi Andy Murray