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Aus dem Quartett soll noch ein Dutzend werden

Aus dem Quartett soll noch ein Dutzend werden

Die Qualifikation für die Olympischen Spiele geht in die entscheidende Phase. Aus dem Saarland sind vier Sportler – Pauline Schäfer, Marc Zwiebler, Anne Haug und Michael Fuchs – sicher dabei, einige andere stehen kurz davor.

Die saarländische Fraktion bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro wird überschaubar sein, das ist knappe 100 Tage vor dem Startschuss in Brasilien absehbar. Realistischerweise läuft es in etwa auf ein Dutzend Saarsportler hinaus, die in Rio an den Start gehen werden. Bislang hat ein Quartett das Ticket sicher.

Turnerin Pauline Schäfer hatte schon im Vorjahr den Anfang gemacht und sich mit ihrer WM-Bronzemedaille am Schwebebalken ein persönliches Startrecht erkämpft - nach einem erfolgreichen Auftritt jüngst beim olympischen Testevent in Rio wird die 19-Jährige auch mit der deutschen Mannschaft in den Medaillenkampf eingreifen können.

Für die Triathletin Anne Haug, die nach ihrer Qualifikation im Vorjahr nun am vergangenen Sonntag beim WM-Rennen in Kapstadt mit Rang vier den geforderten Leistungsnachweis für die Nominierung erbracht hat, und für Badmintonspieler Marc Zwiebler, der dank seiner Platzierung in der Weltrangliste dabei ist, dürfte es viel schwerer werden, ganz vorne mitzumischen. Seit gestern ist auch Zwieblers Vereinskollege beim Badminton-Bundesligisten BC Bischmisheim, Michael Fuchs , im Mixed mit Birgit Michels qualifiziert (siehe Seite D2).

Gesetzt ist eigentlich Fußballerin Dzsenifer Marozsan aus Saarbrücken in der Frauen-Nationalmannschaft, allerdings muss die Spielgestalterin des 1. FFC Frankfurt noch auf die Kadernominierung durch Bundestrainerin Silvia Neid warten. Auch Bahnradfahrerin Lisa Klein aus Lauterbach dürfte für den Vierer, zumindest als Ersatzfahrerin, unverzichtbar sein.

Die größte Gruppe innerhalb der saarländischen Fraktion in Rio könnten die Schwimmer bilden. Bei den deutschen Meisterschaften in der kommenden Woche in Berlin wollen Christoph Fildebrandt, Marlene Hüther und Annika Bruhn auftrumpfen. Sie müssen für einen Olympia-Einzelstart in ihrer Disziplin unter die besten Zwei kommen und zudem die Norm unterbieten - alle drei haben auch Ambitionen auf Startplätze in Staffeln. Mit Andreas Waschburger ist noch ein vierter Saar-Schwimmer im Rennen. Er muss sich allerdings noch bis zum Weltcup am 11./12. Juni gedulden, bei dem es zu einer internen Ausscheidung zwischen ihm und Konkurrent Christian Reichert kommen wird.

Eine Woche später werden in Kassel die deutschen Meisterschaften der Leichtathleten ausgetragen - und hier ruhen die Hoffnungen auf Weitspringerin Sosthene Moguenara. Auch 400-Meter-Läuferin Laura Müller ist die Quali zuzutrauen. Und Überraschungen sind in den nächsten Wochen sowieso nicht auszuschließen, etwa von Ringer Gennadij Cudinovic, Ruderer Tobias Franzmann oder den Triathlon-Kollegen von Haug, die zuletzt bitter enttäuschten.