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Auftaktsieg vor einer Geisterkulisse

Auftaktsieg vor einer Geisterkulisse

Stockholm. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat Jakob Kölliker den ersten WM-Sieg als Bundestrainer beschert und zugleich zum dritten Mal in Folge ein Auftaktspiel einer Weltmeisterschaft gewonnen

Stockholm. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat Jakob Kölliker den ersten WM-Sieg als Bundestrainer beschert und zugleich zum dritten Mal in Folge ein Auftaktspiel einer Weltmeisterschaft gewonnen. Die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes kam am Freitag in der Globen-Arena in Stockholm zu einem 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) gegen Italien und verschaffte sich in der acht Mannschaften umfassenden Vorrunden-Gruppe drei fest eingeplante Punkte. An diesem Sonntag geht es für Deutschland mit dem Spiel gegen Lettland (20.15 Uhr/Sport 1), dem zweiten von sieben Gruppenspielen, weiter. Ziel von Kölliker ist die direkte Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014, wofür mindestens der achte Platz und somit das Erreichen des WM-Viertelfinales vonnöten ist.Dazu bedarf es aber einer Leistungssteigerung, denn der Erfolg gegen die harmlosen Italiener war nicht mehr als ein Arbeitssieg. Immerhin sorgten Christoph Schubert (16. Minute), Patrick Reimer (23.) und Christopher Fischer (46.) mit ihren Toren für Jubel bei den deutschen Fans unter den 1033 Zuschauern. "Wir haben den ersten Schritt gemacht, das ist gut für das Selbstbewusstsein. Nun können wir einen Haken drunter machen", sagte Reimer.

Die weit verstreuten Fan-Grüppchen sorgten für eine unwirkliche Stimmung in der Arena, die für mehr als 14 000 Personen ausgelegt ist - kein Vergleich zu den mehr als 76 000 Zuschauern beim WM-Auftakt gegen die USA (2:1) in Gelsenkirchen 2010 oder der letztjährigen 2:0-Sensation gegen Russland in der proppenvollen Bratislaver Arena. Ob die Atmosphäre wie bei einem Training für eine über weite Strecken unkonzentrierte Leistung verantwortlich war, sei dahingestellt. dapd