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Aufstiegskampf zwischen SV Elversberg II, SF Köllerbach und SV Auersmacher

Fußball-Saarlandliga : Die Anwärter wollen hoch in die Oberliga

SV Elversberg II, SF Köllerbach und SV Auersmacher kämpfen noch um den Direktaufstieg und den Relegationsplatz.

Das Aufstiegsrennen in der Fußball-Saarlandliga geht in die entscheidende Phase – und es ist mächtig spannend. Spitzenreiter SV Elversberg II liegt zwei Zähler vor den SF Köllerbach. Dahinter lauern noch der SV Auersmacher und der SC Halberg Brebach. Das Duo hat zwar fünf beziehungsweise sechs Punkte weniger als Köllerbach, aber eine Partie weniger absolviert.

Aber wollen alle Aufstiegsanwärter auch hoch? In der vergangenen Saison verzichtete Meister TuS Herrensohr aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg, die Spvgg. Quierschied und der SC Brebach, die zum Zeitpunkt des Abgabeschlusses für die Unterlagen noch in der Nähe der Spitzenplätze waren, reichten nicht die nötigen Bewerbungsunterlagen ein. In der aktuellen Spielzeit wollen aber (fast) alle Aufstiegsanwärter auch tatsächlich hoch.

„Wir haben für die Oberliga gemeldet“, erklärt SVE-Pressesprecherin Christina John: „Für uns als Regionalligist ist es wichtig, dass unsere zweite Mannschaft so hoch wie möglich spielt, damit die Spieler individuell und als Team auf hohem Niveau gefordert sind.“ In der zweiten Mannschaft der SVE befinden sich fast ausnahmslos Talente, die auf einen Sprung in die erste Mannschaft vorbereitet werden sollen. Zuletzt schafften dies beispielsweise Luca Blaß oder Kai Merk.

Die von Marco Emich trainierte SVE II will in den Duellen beim SV Mettlach am Montag sowie bei der Spvgg. Quierschied (19. Mai) und zu Hause gegen den FV Eppelborn am letzten Spieltag (26. Mai) ihren Spitzenplatz verteidigen. Denn nur der Meister steigt direkt auf. Der Vizemeister spielt in einer Dreierrunde mit den Vizemeistern der Rheinland-Liga (nach derzeitigem Stand der SV Morbach) und der Verbandsliga Südwest (wohl der FV Dudenhofen) einen weiteren Aufsteiger aus.

Im Saarland steht derzeit Köllerbach auf dem Relegationsplatz. Auch die SF haben für die Oberliga gemeldet. „Am Dienstag haben wir die Unterlagen abgeschickt“, berichtet Sportvorstand Bernd Gillet. Köllerbach hatte vor einigen Wochen noch nicht gewusst, ob der Verein im Falle eines Aufstiegs in die höhere Spielklasse gehen will. Nun folgte die Entscheidung dafür. „Unsere Spieler sind sehr engagiert, sonst würden sie nicht so weit vorne, sondern im Mittelfeld stehen. Für dieses Engagement wollen wir die Mannschaft belohnen“, begründet Gillet dies vor dem Auswärts­spiel seiner Mannschaft an diesem Samstag beim SV Saar 05.

Nach dieser Begegnung hat Köllerbach noch zwei Heimspiele – gegen den SV Mettlach und die Spvgg. Quierschied. Dazwischen sind die SF am vorletzten Spieltag spielfrei. Ursprünglich hätte da das Duell beim SV Bübingen angestanden, der sich aber im Oktober 2018 vom Spielbetrieb zurückzog. Patzer darf sich das Team von Spielertrainer Robin Vogtland beim Unternehmen, noch Meister zu werden oder zumindest Rang zwei zu verteidigen, nicht erlauben. Denn den Sportfreunden sitzen der SV Auersmacher und der SC Brebach im Nacken.

„Unsere Mannschaft ist heiß darauf, zumindest noch Platz zwei zu erreichen“, sagt Auersmachers Sportvorstand André Hemmer, dessen Club die Bewerbungsunterlagen ebenfalls bereits abgegeben hat: „Dafür müssen wir aber wohl alle unsere Spiele gewinnen.“ Bereits an diesem Freitagabend ist Abstiegskandidat SF Rehlingen-Fremersdorf zu Gast. Das Restprogramm danach: auswärts bei Borussia Neunkirchen, zu Hause gegen den VfL Primstal und am letzten Spieltag beim Lokalrivalen SC Halberg Brebach.

Marco Emich steht mit der SV Elversberg II an der Spitze. Foto: Ruppenthal

Beim SC Halberg, der einen Punkt hinter Auersmacher liegt, fällt die Entscheidung Pro oder Contra Oberliga-Bewerbung kurzfristig. „Für heute Abend haben wir eine Sitzung zu diesem Thema einberufen“, erklärte Geschäftsführer Volker Gelff am Donnerstagnachmittag. Die war bei Redaktionsschluss nicht beendet. „Ich glaube, die Tendenz geht eher Richtung Nein“, sagt Gelff. „Zudem glaube ich auch nicht, dass wir noch Zweiter werden.“ Ganz unmöglich scheint dies aber nicht: Brebach holte aus den letzten elf Begegnungen 31 Punkte.