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Aufsteiger Hertha gleich im Fokus

Im Stadion von Oberliga-Neuling FC Hertha Wiesbach rollt heute Abend ab 19.30 Uhr der Ball beim ersten Saarderby der Saison zwischen Wiesbach und Röchling Völklingen. Foto: Oliver Dietze
Im Stadion von Oberliga-Neuling FC Hertha Wiesbach rollt heute Abend ab 19.30 Uhr der Ball beim ersten Saarderby der Saison zwischen Wiesbach und Röchling Völklingen. Foto: Oliver Dietze FOTO: Oliver Dietze
Saarbrücken. Mit fünf saarländischen Fußball-Vereinen geht es an diesem Wochenende in die Saison 2013/14 der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Dabei sehen alle Trainer des Quintetts kein Saar-Team um den Aufstieg in die Regionalliga mitspielen. Von SZ-RedaktionsmitgliedHenning Jochum

Der innere Schweinehund bittet regelmäßig zum Kampf, Schweiß fließt in Strömen, der Körper rebelliert - die Vorbereitung auf eine neue Saison ist Jahr für Jahr eine Herausforderung für jeden Fußballer. Für die Spieler der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist jene unliebsame Zeit nun vorbei. Heute geht es für die Kicker wieder um Punkte und Tore. Das Saarland wird nach dem Abstieg der Sportfreunde Köllerbach und dem SC Halberg Brebach in der Spielzeit 2013/14 von fünf Teams vertreten.

Im Fokus steht gleich zu Beginn Aufsteiger FC Hertha Wiesbach. Die Elf von Trainer Helmut Berg empfängt heute um 19.30 Uhr den SV Röchling Völklingen zum ersten Saar-Derby. Gut gefüllte Zuschauerränge sind dabei wohl garantiert, denn für die Hertha ist es die Premiere in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse. "Die Euphorie ist schon zu spüren. Nicht nur die Mannschaft und der Verein, das ganze Dorf freut sich auf die neue Herausforderung", sagt Berg, für den der Klassenverbleib Priorität hat.

Das wäre für den Gegner zu wenig. Röchling Völklingen peilt einen Platz unter den ersten Fünf an. "Wir wollen das Hemd nicht zu weit aus dem Auto hängen. Aber obwohl wir noch einen dünnen Kader haben, bin ich nach der Vorbereitung recht positiv gestimmt", meint Trainer Werner Weiß.

Positiv gestimmt sein, kann auch Bernd Eichmann. Der Trainer des 1. FC Saarbrücken II hat einen festen Stamm von 18 Spielern. Vergangene Saison waren es deutlich weniger. Das Wort Kontinuität war ein Fremdwort. "Das war vor allem im Training ein Problem. Nun sind die Bedingungen deutlich besser und der Konkurrenzkampf größer", erklärt Eichmann, der kein Saisonziel ausgeben will. Natürlich wird er aber weiter Spieler aus der Drittliga-Mannschaft und der A-Jugend Spielpraxis geben.

Dieses Los einer zweiten Mannschaft muss auch Peter Eiden hinnehmen. Der Verantwortliche der SV Elversberg II hat dieses Jahr ein noch jüngeres Aufgebot als in der vergangenen Runde zur Verfügung. "Wir haben nur drei Spieler über 23 Jahre, dazu noch einen mit 21. Alle anderen sind jünger", verdeutlicht Eiden. Nachdem seine Mannschaft den Klassenverbleib in den vergangenen Jahren jeweils erst in letzter Sekunde geschafft hat, soll dieses Ziel nun möglichst früh erreicht werden.

Was Borussia Neunkirchen dieses Jahr erreichen will, war Dieter Ferner am Anfang der Woche nicht klar. Der Trainer der Borussen musste fast ein komplett neues Team aufbauen. Doch nun haben Nabil Dafi und Djemel N´Ganvala ihre Verträge bei der Borussia verlängert. Zudem unterschrieb gestern der US-amerikanische Innenverteidiger Alen Ejupovic. "Damit sind wir defensiv gut aufgestellt", sagt Ferner, "Wenn wir Platz fünf vom Vorjahr wiederholen könnten, wäre das sensationell."

In Sachen Aufstiegs-Favoriten sind sich alle fünf Saar-Trainer einig: Der SC Hauenstein, der FSV Salmrohr und Absteiger SC Idar-Oberstein werden unisono genannt. Auch Arminia Ludwigshafen und der FK Pirmasens sollten vorne mitmischen. Die kommenden 34 Spiele werden zeigen, ob die Übungsleiter Recht behalten.