Aufschwung schon vorüber

Dallas · Der deutsche Aufschwung in der NBA ist verebbt. Für Dennis Schröder, Elias Harris und Tim Ohlbrecht ist die beste Basketball-Liga der Welt (noch) eine Nummer zu groß. Zuletzt wurde Schröder aussortiert.

Die Situation war aussichtsreich wie nie, beinahe schon historisch: Fünf deutsche Basketballer standen vor Saisonbeginn in den Kadernder NBA-Clubs. Wie eine Welle schwappte die Euphorie zurück über den großen Teich, Experten glaubten fest daran, dass bald weitere Bundesliga-Talente die Profiliga zwischen New York und Los Angeles überschwemmen werden. Wenige Wochen später ist der Aufschwung verebbt, auf dem Parkett nur noch der unverwüstliche Dirk Nowitzki übrig.

Beim 100:97 seiner Dallas Mavericks in der Nacht zu Donnerstag gegen New Orleans zeigte Nowitzki mit 21 Punkten, vier Blocks und einer außerordentlichen Präsenz in der Defensive, was Dennis Schröder, Elias Harris und Tim Ohlbrecht fehlt, um in der NBA Fuß zu fassen. Alle drei Spieler sind von ihren Teams aussortiert worden, als letzten traf es den hochgehandelten Schröder, der von den Atlanta Hawks zum Aufbau-Team Bakersfield Jam abgeschoben wurde. Der eingebürgerte Chris Kaman spielt wegen seiner Rückenprobleme bei den Los Angeles Lakers derzeit keine Rolle.

Dabei hatte vor allem Schröder vieles dafür mitgebracht, bereits in seinem ersten NBA-Jahr auf sich aufmerksam zu machen. Nach einem guten Saisonstart ging es aber stetig bergab. Zuletzt verlor er seinen Platz als Atlantas zweiter Aufbauspieler an Shelvin Mack. Insgesamt kam Schröder auf einen Schnitt von 13,9 Minuten Spielzeit mit 3,7 Punkten, 2,5 Assists und 1,1 Rebounds.

Auch Center Tim Ohlbrecht und Power Forward Elias Harris stolperten bei ihren ersten Schritten. Ohlbrecht unternimmt gerade in der D-League bei den Rio Grande Valley Vipers einen neuen Anlauf in den USA. Harris konnte seine Chance bei den Lakers nicht nutzen, spielt nun für deren Nachwuchs, die D-Fenders.