1. Sport
  2. Saar-Sport

Aufatmen rund um den Betzenberg

Aufatmen rund um den Betzenberg

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz (53) und Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gehen offenbar früher als erwartet getrennte Wege. Diese Nachricht überschattete gestern den wichtigen 2:0-Sieg des FCK gegen den SV Sandhausen.

Der 1. FC Kaiserslautern hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag gelandet. Der FCK gewann sein Heimspiel gestern gegen den SV Sandhausen mit 2:0 (1:0). Zuvor hatten die Pfälzer fünf Spiele in Folge verloren. Begleitet wurde die Partie von der Nachricht, dass Stefan Kuntz den Verein wohl vorzeitig verlassen muss. Ursprünglich sollte Kuntz das Amt des Vorstands-Vorsitzenden noch bis Saisonende bekleiden. Heute um 13 Uhr will der Verein in einer Pressekonferenz Stellung beziehen.

Der FCK begann entschlossen und ging vor 26 047 Zuschauern in der sechsten Minute in Führung. Mittelfeldspieler Alexander Ring passte in den Lauf von Ruben Jenssen. Der Norweger ließ SV-Torwart Marco Knaller mit einem Flachschuss aus zwölf Metern keine Chance. Sandhausen fand erst nach einer knappen halben Stunde besser in die Partie. FCK-Torwart Marius Müller war bei der ersten Chance der Gäste durch Alexander Bieler aber auf dem Posten (29.). Im Gegenzug hätte der FCK auf 2:0 erhöhen können. Doch Marcel Gaus verpasste eine Hereingabe von Jean Zimmer um eine Fußspitze.

Im Anschluss agierte Kaiserslautern immer passiver. Sandhausen wurde mutiger und drängte nun auf den Ausgleich. SV-Stürmer Aziz Bouhaddouz verpasste das Tor mit einem Kopfball (33.). Kurz vor der Pause scheiterte der Ex-Lauterer Andrew Wooten mit einem Hackentrick am stark reagierenden Müller (45.). Im zweiten Durchgang war Sandhausen besser. Das FCK-Tor stand unter Dauerfeuer, mehrfach klärte Müller in höchster Not. "Wir haben in der Phase keine spielerischen Lösungen mehr gefunden. Der Druck von Sandhausen war enorm. Das sah teilweise aus wie beim Volleyball", monierte FCK-Außenverteidiger Marcel Gaus.

In der Schlussphase ergaben sich für den FCK Räume zum Kontern. Jon Dadi Bödvarsson setzte sich auf dem rechten Flügel durch und passte quer auf Antonio Colak, doch der brachte den Ball nicht im Tor unter (85.). Bis in die Nachspielzeit musste der FCK zittern. Dann setzte der starke Jenssen Bödvarsson mit einem Steilpass in Szene. SV-Torwart Knaller konnte sich nur noch mit einem Foul helfen. Der Isländer Bödvarsson trat selbst zum Strafstoß an und traf.

"Die Niederlagenserie der letzten Wochen war auch eine mentale Geschichte, aus der wir uns heute hoffentlich befreit haben", sagte Gaus. Jenssen meinte: "Die Erleichterung ist riesig. Wir haben gezeigt, dass wir dem Druck standhalten können."