"Auf dieses Match hat die Welt gewartet"

"Auf dieses Match hat die Welt gewartet"

Madrid. Sir Alex Ferguson spricht von einer "Romanze", Cristiano Ronaldo lobt den Kontrahenten in den höchsten Tönen, und José Mourinho freut sich auf ein Match, auf das "die Welt gewartet hat". Vor dem Duell der Giganten zwischen Real Madrid und Manchester United gehen die Protagonisten auf Kuschelkurs

Madrid. Sir Alex Ferguson spricht von einer "Romanze", Cristiano Ronaldo lobt den Kontrahenten in den höchsten Tönen, und José Mourinho freut sich auf ein Match, auf das "die Welt gewartet hat". Vor dem Duell der Giganten zwischen Real Madrid und Manchester United gehen die Protagonisten auf Kuschelkurs. Dabei könnte der Druck kaum größer sein - vor allem für Mourinho. Ein Scheitern im Achtelfinale der Champions League dürfte für den exzentrischen Star-Trainer wohl das Aus bei Real bedeuten."Die Leute denken, wir wären unter Druck. Aber das ist die Art von Spielen, die wir wollen", sagte Mourinho vor dem Achtelfinal-Hinspiel heute (20.45 Uhr) im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid. Nach nur einer Niederlage aus den letzten zwölf Pflichtspielen ist das Selbstvertrauen in die spanische Hauptstadt zurückgekehrt. Von der spanischen Öffentlichkeit wird das Starensemble von Mourinho aber weiterhin kritisch beäugt. Platz drei in der Meisterschaft und 16 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Barcelona passen so gar nicht zum Selbstverständnis der Königlichen. Nach der verlorenen Liga muss unbedingt der Titel in der Champions League her.

Anerkennung bekam Mourinho ausgerechnet von seinem Rivalen auf der ManU-Trainerbank, Sir Alex Ferguson. "Er hat einen fantastischen Kader aufgebaut", sagte der Schotte vor dem 15. Duell der beiden Alphatiere (sechsmal siegte Mourinho, zweimal Ferguson): "Und ich denke, es ist kein Geheimnis, dass er den Europapokal gerne gewinnen würde." Die Hoffnungen Reals auf dem Weg zum zehnten Titel in der Königsklasse ruhen auf Cristiano Ronaldo. Den Stürmer zu stoppen, scheint zurzeit so unmöglich, wie einen Pudding an die Wand zu nageln. Am Samstag schoss er den FC Sevilla beim 4:1-Erfolg mit einem Dreierpack fast im Alleingang ab. Und mit 182 Toren in 179 Spielen ist der Portugiese inzwischen der beste Torjäger in der glorreichen Vereinshistorie. Mit einem Schnitt von 1,02 Treffern pro Spiel liegt er sogar deutlich vor Madrid-Ikone Raúl (0,43). Zwischen 2004 und 2009 hatte Ronaldo bei den Red Devils unter Vertrag gestanden, bevor er für die Rekord-Ablösesumme von 94 Millionen Euro 2009 zu Real wechselte. "Manchester war eine sehr gute Zeit für mich. Ich habe dort alles gewonnen. Vielleicht war es die Zeit, wo ich den Fußball am meisten genießen konnte, weil ich noch so jung war", sagte der 28-Jährige der Sun. sid

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