1. Sport
  2. Saar-Sport

Auf der Jagd nach der Belohnung

Auf der Jagd nach der Belohnung

Am kommenden Montag beginnt in Kopenhagen die Badminton-WM. Für das deutsche Vorzeige-Mixed Michael Fuchs und Birgit Michels wird es vermutlich eines der letzten großen Turniere sein.

Nach intensiven Vorbereitungen auf die Badminton-Weltmeisterschaft in Kopenhagen in der kommenden Woche fahren mit Dieter Domke, Marc Zwiebler, Johannes Schöttler und Michael Fuchs vier Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim den Trainingsumfang langsam zurück. "Damit wir am Freitag frisch und mit Elan nach Kopenhagen fliegen", sagt Michael Fuchs , Doppel- und Mixed-Spezialist.

Frische und Elan - beides können die deutschen Akteure bei der WM gebrauchen. "Auf uns warten harte Brocken, aber keine unlösbaren Aufgaben", sagt Chef-Bundestrainer Holger Hasse der Nachrichtenagentur dpa und fügt hinzu: "Unsere volle Konzentration liegt zunächst auf dem jeweils ersten Spiel." Denn von den elf deutschen Akteuren in Kopenhagen haben Marc Zwiebler und Dieter Domke im Herreneinzel ein richtig schweres Los erwischt. Schon in der zweiten Runde würde Zwiebler vermutlich auf den Weltranglistenzweiten Chen Long aus China treffen, Domke gar auf den Weltranglistenersten Lee Chong Wie (Malaysia).

Für das Herrendoppel mit Fuchs und seinem Bischmisheimer Vereinskollegen Johannes Schöttler sieht es nur wenig einfacher aus. Sie müssen sich gleich in Runde eins mit dem ersten niederländischen Doppel um Jacco Arends und Jelle Maas messen. "Das wird keine leichte Aufgabe", meint Fuchs. Auch wenn sie die letzte Begegnung zuletzt bei den Individual-Europameisterschaften in Kazan Ende April noch gewinnen konnten. "Das erste Spiel ist für alle schwer", sagt Fuchs, "und für uns im Mixed ist es immer ein Gradmesser für das ganze Turnier."

Angesprochenes Mixed um Fuchs und die Bonnerin Birgit Michels ist bei dieser WM an Nummer sechs gesetzt und steht durch ein Freilos bereits in Runde zwei. "Dieser Setzplatz ist extrem viel wert", sagt Fuchs. Gar nicht unbedingt wegen des Freiloses, sondern weil man erst später auf die vermeintlich besseren Gegner treffen. Ohnehin spielten die Olympia-Fünften von London 2012 bislang eine sensationelle Turniersaison. Auch wenn sie es verpassten, sich mit einem Titel zu belohnen.

"Wir wollten unsere letzten Turniere einfach genießen und Spaß haben", erklärt Fuchs den Erfolg und den damit verbundenen aktuellen siebten Platz in der Weltrangliste. Dass die gemeinsame Zeit auf der internationalen Badminton-Bühne für Fuchs und Michels bald zu Ende ist, weil Michels die berufliche Zukunft in den Vordergrund stellt, "ist schade", meint Fuchs: "Aber wir wollen auch bei dieser WM gut spielen und sie genießen." Und sich vielleicht auch mit etwas Handfestem belohnen.