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| 21:15 Uhr

Fußball-Bundesliga
Aubameyangs Zukunft hängt auch an Arsenal

Pierre-Emerick Aubameyang will Borussia Dortmund angeblich verlassen. Über einen Wechsel zum FC Arsenal wird spekuliert.
Pierre-Emerick Aubameyang will Borussia Dortmund angeblich verlassen. Über einen Wechsel zum FC Arsenal wird spekuliert. FOTO: Thomas Frey / dpa
Dortmund. Der Topclub aus London will Alexis Sanchez an Manchester United verkaufen. Dann wäre Geld für den Dortmunder Stürmer da.

Pierre-Emerick Aubameyang machte sich einen Spaß aus dem ganzen Theater. Bei einer Autogrammstunde von Borussia Dortmund bog sich der Torschützenkönig am Montagabend vor Lachen, als hätte es den Wirbel um seine Suspendierung nie gegeben. Mit dem Engländer Jadon Sancho scherzte er über seinen möglichen Transfer zum FC Arsenal: „Kannst du mir irgendwann London zeigen? Soll ja ein heißes Pflaster sein.“ Sancho übertrug live bei Instagram.

Hans-Joachim Watzke würde sich von Aubameyang womöglich mehr Demut wünschen. Der Geschäftsführer ringt wie Trainer Peter Stöger und Sportdirektor Michael Zorc um den richtigen Umgang mit dem Starstürmer, der anscheinend seinen Abschied provozieren will. Härte zeigen und die Champions-League-Qualifikation aufs Spiel setzen? Einknicken und sich weiter auf der Nase herumtanzen lassen? Welche Summe sollte aufgerufen werden? Wo könnte auf die Schnelle Ersatz herkommen? Laut Bild-Zeitung hat Aubameyang den BVB zum wiederholten Male um seine Freigabe gebeten.

Watzke stellt die Charakterfrage. „Auba muss jetzt mit dem Trainer klären, ob er bereit ist oder nicht, alles für Borussia Dortmund zu geben“, sagte er: „Das werden Peter Stöger und Michael Zorc mit ihm besprechen.“ Nur wenn sich der Gabuner klar zu Professionalität bekennt, kann es noch eine Zukunft beim BVB geben. Ansonsten: Mit jedem Tag, der verstreicht, wird es für den BVB schwieriger, einen Nachfolger für den bei allen Eskapaden sportlich fast unverzichtbaren Aubameyang zu finden. Der Markt ist im Winter nicht allzu ergiebig, der BVB hätte Geld und Not. Das wissen auch die anderen Vereine.

Zum Beispiel der FC Arsenal. Von dessen Bereitschaft, in sportlich stürmischen Tagen tief in die Tasche zu greifen, dürfte die Zukunft Aubameyangs abhängen. 60 Millionen Euro Ablöse oder ein Verrechnungsgeschäft mit dem französischen Nationalstürmer Olivier Giroud sind im Gespräch – Giroud ist allerdings nicht mehr der Jüngste (31) und seit Wochen verletzt. Er wäre somit keine sofortige Kompensation für den Verlust eines Superstars, der trotz zwischenzeitlicher Flaute in der Hinrunde 20 Pflichtspieltore erzielt hat.

Zudem muss Arsenal, Verein der deutschen Weltmeister Mesut Özil, Per Mertesacker und Shkodran Mustafi, zunächst einen Platz im Sturm räumen. Ein Transfer des Chilenen Alexis Sanchez zu Manchester United steht anscheinend kurz vor dem Abschluss. United-Teammanager Jose Mourinho nennt Sanchez einen „phänomenalen Spieler“, eine Verpflichtung eine „fantastische Möglichkeit“, einen Topspieler zu holen. Britische Medien berichteten übereinstimmend, dass sich Manchester City aus dem Poker um Sanchez, dessen Vertrag im Sommer ausläuft und für den Arsenal nur noch in der Winterpause Geld erhält, zurückgezogen habe.

Watzke, der Aubameyang stets öffentlichkeitswirksam verteidigte, geht unterdessen deutlich auf Distanz. Der Geschäftsführer sieht im jüngsten Verhalten des Gabuners „eine andere Qualität“ als bei früheren Verfehlungen, die auch schon mit Suspendierungen geahndet worden waren: „Für das unentschuldigte Fernbleiben von einer Mannschaftssitzung kann man ihn nicht in Schutz nehmen.“ Aubamayang hatte das Treffen am Samstag nicht wahrgenommen und war deshalb für den Rückrundenauftakt gegen den VfL Wolfsburg (0:0) kurzfristig aus dem Kader gestrichen worden.