1. Sport
  2. Saar-Sport

Asien-Cup zwischen Ärger und Ehre

Asien-Cup zwischen Ärger und Ehre

Für die Bundesligisten ein Ärgernis, für ihre asiatischen Profis eine Ehre: Wenn morgen mit der Begegnung des Gastgebers Australien gegen Kuwait das 16. Turnier um den Asien-Cup (bis 31. Januar) beginnt, müssen die Klubs in der Vorbereitung auf die Liga-Rückrunde auf zwölf Profis verzichten.

"Das ist eine Katastrophe. Wir zahlen die Gehälter, damit unsere Spieler sich dort auf den Festspielen austoben können", sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Mit dem Japaner Shinji Kagawa und dem australischen Torhüter Mitchell Langerak muss der BVB zwei Akteure freistellen.

Noch härter trifft es Mainz 05 , das gleich drei Spieler abstellen musste. "Als Profi habe ich bisher einen Titel gewonnen, das war der Asien-Cup 2011 in Katar", sagte Shinji Okazaki, der in der Liga-Hinrunde bereits achtmal traf, die Bedeutung seiner Teilnahme. Aufgrund des damaligen Triumphes habe er den Sprung nach Europa geschafft.

Auf die Probleme der deutschen Klubs können die teilnehmenden Nationen keine Rücksicht nehmen - es geht um viel Prestige. Rekord-Asienmeister Japan und Gastgeber Australien gelten dabei als heiße Anwärter auf den Titel. Gleiches gilt für Südkorea mit Uli Stielike , der dort seit September 2014 auf der Bank sitzt. "Diese Mannschaft verfügt über eine exzellente Qualität. Ich blicke einer glänzenden Zukunft entgegen", sagt der 42-malige Nationalspieler, der am kommenden Samstag gegen den Oman ins Turnier startet.