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Arbeitssieg am Kaspischen Meer

Arbeitssieg am Kaspischen Meer

Baku. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat zum Start in die WM-Saison ihre Pflichtaufgabe beim Punktelieferanten Aserbaidschan glanzlos gelöst. Das Bayern-Duo Bastian Schweinsteiger (12.) und Miroslav Klose (54.) erzielte gestern in Baku gegen das hochmotivierte, aber harmlose Team von Ex-Bundestrainer Berti Vogts die Treffer zum ungefährdeten 2:0 (1:0)-Sieg

Baku. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat zum Start in die WM-Saison ihre Pflichtaufgabe beim Punktelieferanten Aserbaidschan glanzlos gelöst. Das Bayern-Duo Bastian Schweinsteiger (12.) und Miroslav Klose (54.) erzielte gestern in Baku gegen das hochmotivierte, aber harmlose Team von Ex-Bundestrainer Berti Vogts die Treffer zum ungefährdeten 2:0 (1:0)-Sieg. Mit dem sechsten Sieg im siebten Qualifikationsspiel vor 25 000 Zuschauern im Tofik-Bachramow-Stadion festigte das deutsche Team zwei Monate vor dem Gruppengipfel in Moskau mit 19 Punkten die Tabellenführung vor dem schärfsten Rivalen Russland.

"Wir haben den Auftrag erfüllt und drei Punkte geholt, aber auch gesehen, dass es noch einige Probleme gibt. Die Abstimmung und Harmonie war noch nicht ganz vorhanden. Es wird wichtig sein, dass wir uns steigern, gegen die Russen, aber auch gegen die Finnen", analysierte Bundestrainer Löw farblose 90 Minuten. Oliver Bierhoff sah es ähnlich. "Es war kein gutes Spiel, aber die drei Punkte sind wichtig. Nach dem 2:0 haben wir einen Gang zurückgeschaltet, das ist genau der Fehler gewesen", bemängelte der DFB-Teammanager. "Wir hätten die Konter besser ausspielen müssen", monierte Abwehrspieler Philipp Lahm. Verlierer Vogts gratulierte derweil artig: "Glückwunsch an Deutschland. Sie haben drei Punkte verdient. Meine Mannschaft hat alles gegeben, mehr war nicht möglich."

Mit dem Arbeitssieg am Kaspischen Meer erfüllte die deutsche Mannschaft ihre Pflicht, doch Souveränität sieht anders aus. Zwar absolvierte noch nie eine DFB-Elf so früh in der Saison ein Pflichtspiel, doch ein wenig mehr hatte Löw von seinen Akteuren gegen den 137. der Weltrangliste schon erwartet. Zu den wenigen Aktivposten zählten Piotr Trochowski als Flankengeber und Schweinsteiger, der aber später abbaute. Auch der nach einer Knochenhautentzündung wieder fit gewordene Klose überzeugte mit viel Engagement. Dagegen lief das Spiel an dem vom Zehenbruch genesenen Kapitän Michael Ballack vorbei.

Große Probleme offenbarte die deutsche Elf vor allem in der Rückwärtsbewegung. Das galt vor allem für Marcel Schäfer, aber auch Serdar Tasci, der von Löw den Vorzug vor Arne Friedrich erhalten hatte, agierte nicht fehlerfrei. Doch trotz der Abwehrschwächen kam Robert Enke, der zum vierten Mal in der Qualifikation ohne Gegentreffer blieb und damit im Torhüter-Wettstreit weiter Pluspunkte sammelte, nicht wirklich in Bedrängnis. Dafür waren die Gastgeber im Angriff zu harmlos. Auch vom deutschen Sturm-Duo, in dem Klose seinen Clubkollegen Mario Gomez an Wirkung übertraf, ging zunächst wenig Gefahr aus. Doch dann sorgte eine Co-Produktion der beiden Münchner für das erlösende zweite Tor.

"Wir haben den Auftrag erfüllt, aber auch gesehen, dass es noch einige Probleme gibt."

Bundestrainer

Joachim Löw

Auf einen Blick

Mit Edeljoker Franck Ribéry hat Frankreich in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 den wichtigen Pflichtsieg gegen die Färöer geschafft, ist dabei aber nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Der ehemalige Welt- und Europameister gewann gestern in Torshavn gegen die Amateure nur knapp durch ein Tor von André-Pierre Gignac vom FC Toulouse mit 1:0 (1:0). Der angeschlagene Bayern-Star Ribéry, dessen Einsatz Nationaltrainer Raymond Domenech für den Notfall eingeplant hatte, kam in der 65. Minute aufs Feld, als Frankreich bereits in Führung lag. dpa