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Angsthasen-Handball und Tabellenletzter

Angsthasen-Handball und Tabellenletzter

Homburg. Bei den Oberliga-Handballern des TV Homburg ist einfach der Wurm drin. Und wie! Denn auch das zweite Heimspiel in Folge ging am Samstag vor nur noch knapp 100 Zuschauern sang- und klanglos verloren. Aufsteiger HG Saarlouis II setzte sich in der Robert-Bosch-Halle locker, aber ohne wirklich überragend zu spielen 34:28 (19:14) durch

Homburg. Bei den Oberliga-Handballern des TV Homburg ist einfach der Wurm drin. Und wie! Denn auch das zweite Heimspiel in Folge ging am Samstag vor nur noch knapp 100 Zuschauern sang- und klanglos verloren. Aufsteiger HG Saarlouis II setzte sich in der Robert-Bosch-Halle locker, aber ohne wirklich überragend zu spielen 34:28 (19:14) durch. Den Grund für den zweiten Saison-Sieg seiner Schützlinge lieferte HG-Trainer Dirk Mathis: "Wir haben eine intakte Mannschaft, bei den Homburgern scheint das im Moment nicht der Fall zu sein. Noch ein Grund für den klaren Sieg im Derby: Saarlouis hatte mit Andreas Altmeyer und Tobias Stemmler zwei Spieler dabei, die das Spiel nach Belieben steuerten und bei Bedarf auch schon mal den Hammer rausholten und als Torschützen glänzten.

Nach der neuen Pleite macht sich beim TVH mehr und mehr Tristesse breit. Zumal Trainer Dirk Alles erstmals bei einigen seiner Spieler "neben Undiszipliniertheit auch Motivationsprobleme" ausmachte. "Darüber wird zu reden sein", kündigte auch Abteilungsleiter Jörg Ecker an. Zeit dazu ist da, denn am kommenden Wochenende ist spielfrei, bevor es als Tabellenletzter zum nächsten Auswärtsspiel nach Offenbach geht. Dort werden wohl zwei neue Spieler dabei sein. Sebastian Marx, der Ex-St. Ingberter kommt und Benjamin Justus aus Thaleichweiler.

Der TVH begann das Spiel völlig konfus und lag nach 12 Minuten schon fast hoffnungslos 5:11 zurück, weil vor allem Altmeyer und Stemmler trafen wie sie wollten. Und Riedinger, White, Jusufbegovic und Co. für die Homburger gleich reihenweise auch die besten Möglichkeiten versiebten. Dies deshalb, weil mit Christoph Cwalek ein Meister seines Faches im Tor der Gäste stand. Hauptsächlich aber, weil überhastet oft viel zu früh der Abschluss gesucht wurde. So als sei man froh, den Ball wieder los zu sein. "Angsthasen-Handball" halt, da stellten sogar die Homburger Trommler enttäuscht ihre Arbeit ein.

Phasenweise ordentlich

In der Halbzeit hat's dann wohl kräftig gerauscht in der Kabine. Denn endlich wurde wenigstens phasenweise mal ordentlich gespielt. Was sich auch in Toren auszahlte. Zwei Mal war der TVH bis auf vier Tore ran (24:28; 25:29). Auch weil Dirk Lewing im TVH-Tor in der zweiten Halbzeit eine überragende Leistung ablieferte. Doch dann wieder die alten Unzulänglichkeiten. "Wir machen uns durch katastrophale Fehler selbst unnötig das Leben schwer", sagte ein enttäuschter Jörg Ecker hinterher. "Dass wir es können, haben wir doch bei einigen schön herausgespielten Toren gezeigt", hatte Trainer Dirk Alles wenigstens einige positive Beobachtungen gemacht. "Aber statt die Bälle ruhig zu machen, verlieren wir komplett die Übersicht und machen uns alles selbst kaputt", musste er schnell wieder einschränken. "Wir haben einfach die Seuche" stellte Kapitän Steffen Ecker, der trotz Grippe gespielt hatte, fruistriert fest. Und der beste Homburger Torschütze "Futschi" Jusufgebovic hatte für die Situation nur ein bedauerndes Achselzucken übrig. Wenigstens Martin Möhrle hatte seinen Optimismus nicht verloren: "Da müssen wir jetzt gemeinsam durch, irgendwann platzt der Knoten mit Sicherheit."

Tore für den TVH: Jusufgebovic (9/4), Käufling, Mathieu, Riedinger (je 4), Ecker, Möhrle, White (je 2), Baab (1)