1. Sport
  2. Saar-Sport

Angriffswirbel gegen schottischen Beton

Angriffswirbel gegen schottischen Beton

Manchester. Münchens Trainer Ottmar Hitzfeld drückt Bayern-Bezwinger St. Petersburg die Daumen. Doch auch unabhängig vom Edelfan in München will Zenit das Defensivbollwerk der Glasgow Rangers knacken. "Wir haben die Bayern geputzt

Manchester. Münchens Trainer Ottmar Hitzfeld drückt Bayern-Bezwinger St. Petersburg die Daumen. Doch auch unabhängig vom Edelfan in München will Zenit das Defensivbollwerk der Glasgow Rangers knacken. "Wir haben die Bayern geputzt. Warum sollen wir nicht auch Glasgow schlagen?", sagt Angreifer Pawel Pogrebnjak, der gegen die Schotten gelbgesperrt zum Zuschauen verurteilt ist.

Das Fehlen des zehnmaligen Torschützen bei den Offensivkünstlern aus Russland könnte sich im Uefa-Cup-Finale heute (20.45 Uhr, Sat.1 und Premiere) in Manchester bemerkbar machen. Denn auf dem Weg in ihr viertes Europapokal-Endspiel ließen die Schotten nur zwei Tore in acht Spielen zu - allerdings trafen sie auch nur fünf Mal.

Ganz anders die Russen, die allein in den Duellen gegen Bayer Leverkusen und Bayern München zehn Mal trafen.

Vor 48 000 Zuschauern im ausverkauften City-Stadion in Manchester geht es heute nicht nur um den ersten europäischen Titel für Zenit oder den zweiten nach 1972 für Glasgow. Es geht auch um eine ordentliche Siegprämie: 2,5 Millionen Euro streicht der Sieger ein. Der Verlierer bekommt immerhin noch 1,5 Millionen Euro.

Glasgow kann auf seine Fans bauen. Geschätzte 70000 bis 80000 Schotten nahmen den 350 Kilometer weiten Kurz-Trip nach England auf sich. "Das wird wie ein Heimspiel wie im Ibrox Park", sagt Trainer Walter Smith (Foto: dpa), der 1998 Vorgänger des jetzigen Zenit-Trainers Dick Advocaat (Foto: dpa) war und 2007 auf die Trainerbank der Rangers zurückkehrte. Schon gestern war die Übermacht der "Bravehearts" auffällig im sonnigen Manchester, wo Rangers-Trikots und -Schlachtengesänge dominierten. Aber auch immerhin 10 000 Fans kamen dank 24-Stunden-Öffnungszeiten der Visa-Stellen aus St. Petersburg, um den zweimaligen russischen Meister anzufeuern.

Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club will Advocaat nun seinen ersten internationalen Vereinstitel holen. "Wir sind nur noch eine Partie davon entfernt, Geschichte zu schreiben", sagte der 60-Jährige, der dem 51-maligen schottischen Meister zwischen 1998 und 2002 einige Titel bescherte.

Fußball-Feinkost ist angesichts der Offensiv-Spaßbremsen aus Glasgow, die in den vergangenen vier Partien drei Mal 0:0 spielten, aber nicht zu erwarten. Doch zumindest nach außen machte Smith Freunden des Angriffsfußballs Hoffnung. "Wir müssen uns mehr am Spiel beteiligen", forderte der Rangers-Trainer. dpa