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André Schürrle macht die Wölfe noch bissiger

André Schürrle macht die Wölfe noch bissiger

Die Wölfe sind mit dem Weltmeister noch bissiger. Der Einstand von 32-Millionen-Einkauf André Schürrle beim VfL Wolfsburg ist geglückt. Beim 3:0-Sieg gegen Hoffenheim war er maßgeblich an zwei Toren beteiligt.

90 Minuten Vollgas, ein Lattentreffer und eine Torvorbereitung ähnlich wie im WM-Finale: André Schürrle hat sich nach 630 Tagen Abstinenz mit einem starken Comeback in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der Weltmeister spielte, als gehöre er schon seit Jahren zum VfL Wolfsburg und hatte großen Anteil am 3:0 (2:0)-Heimsieg des Tabellenzweiten über 1899 Hoffenheim.

"Heute haben alle erkannt, warum wir ihn geholt haben", sagte Manager Klaus Allofs und reagierte damit auch auf die heftige Kritik wegen der hohen Ablösesumme von 32 Millionen Euro an den FC Chelsea. "Er hat einfach gute Laufwege, das passt zu unserem Spiel", bemerkte Allofs.

Auch Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking war voll des Lobes für den Neuling. "Ein besseres Debüt kann man sich kaum vorstellen. Vielleicht fehlte nur ein Tor", sagte Hecking, der seinen neuen Offensivallrounder nach 70 Minuten auswechseln wollte. "Dann habe ich ihn durchspielen lassen. So kriegt er mehr Stehvermögen", sagte Hecking. Der 42-malige Nationalspieler durfte gleich auf seiner Lieblingsposition auf dem linken Flügel ran, weil Ivan Perisic (Gesäßmuskelzerrung) ausfiel. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Schürrle.

Schon in der dritten Minute hatte der gebürtige Ludwigshafener seinen ersten Galaauftritt. Mit einer Flanke wie im WM-Finale zum 1:0-Siegtor durch Mario Götze vom linken Flügel leitete er die Führung ein. Der Ball wurde noch leicht abgefälscht, Bas Dost war zur Stelle. "Ich wusste, dass Bas gerne zum kurzen Pfosten geht", sagte der Vorlagen-Spezialist. Der zweite Assist war nicht geplant, dafür umso schöner. Nach seinem Schuss an die Latte war Kevin de Bruyne da und köpfte zum 2:0 (28.) ein. Vor dem 3:0 (84.) wieder durch de Bruyne gewann Schürrle den entscheidenden Zweikampf an der Mittellinie. "Mit Kevin de Bruyne verstehe ich mich super. Das wurde schon im Training klar", berichtete Schürrle.