„Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben“

„Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben“

Der 1. FC Saarbrücken beendet die Hinrunde auf Rang drei. Für Trainer Dirk Lottner ist das „mehr als okay. Man hat uns zwar von Anfang an in den Topf mit den Aufstiegsfavoriten geworfen, aber so haben wir uns nie gesehen“.

Zum ersten Mal in dieser Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest hat es in einem Spiel des 1. FC Saarbrücken keine Tore gegeben. Der FCS rutschte nach dem 0:0 am Samstag bei Hessen Kassel von einem Relegationsplatz und beendet die Vorrunde als Tabellendritter - wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Zweiten Waldhof Mannheim. Spitzenreiter SV Elversberg hat vier Punkte mehr.

"Das ist mehr als okay. Man hat uns zwar von Anfang an in den Topf mit den Aufstiegsfavoriten geworfen, aber so haben wir uns nie gesehen", sagt FCS-Trainer Dirk Lottner zur Platzierung seiner Mannschaft: "Darum ist es umso schöner, dass wir jetzt da oben mitschwimmen. Die Mannschaft hat sich das erarbeitet. Wir stehen zu Recht da, aber es standen auch viele Spiele auf des Messers Schneide."

Das gilt auch für das Spiel am Samstag vor 1745 Zuschauern. Die Mannschaften kämpften um jeden Meter. "Wir haben es nicht richtig geschafft, hinter die Abwehrketten zu kommen. Wir hätten mehr mit Bällen in die Schnittstelle arbeiten müssen", sagte FCS-Stürmer Patrick Schmidt, der leer ausging, mit 14 Treffern aber die Torschützenliste der Liga anführt: "Es war der erwartete Kampf gegen eine Mannschaft, die sich nicht am Fußballspielen beteiligen will."

Der 1. FC Saarbrücken begann ohne den angeschlagenen Stürmer Kevin Behrens und den gesperrten Abwehrchef Peter Chrappan. Nach einer halben Stunde musste Lottner seine Innenverteidigung erneut umkrempeln. Alexander Hahn musste mit ausgekugelter Schulter vom Platz. Für ihn kam Ivan Sachanenko ins Spiel. "Ich war natürlich etwas nervös. Aber ich habe lange auf die Chance gewartet und wollte sie auch nutzen", sagte das Saarbrücker Eigengewächs. Der 19-Jährige zeigte, dass er nicht nur wegen der U23-Quote zum Kader gehört, sondern neben dem gesetzten Chrappan eine Alternative zu Hahn und Dominic Rau sein kann. Mit einem seiner ersten Ballkontakte war er Ausgangspunkt des besten FCS-Spielzuges in Halbzeit eins. Alexandre Mendy schüttelte drei Kasseler ab, Marwin Studtrucker kam im Zentrum nicht richtig zum Schuss. Der Abschluss von Mario Müller aus der Drehung landete in den Armen von Torwart Niklas Hartmann (32. Minute).

Nach der Pause hatten die Gäste noch zwei Mal die Chance zum Siegtreffer. Nach einer Balleroberung von Schmidt drehte sich Studtrucker im Strafraum um die eigene Achse, verfehlte das Tor aber um wenige Zentimeter (49.). Zwölf Minuten später bediente Mendy Studtrucker, dessen Schuss abgeblockt wurde. Der Nachschuss von Müller landete wieder in den Armen von Hartmann. "Wir hatten vielleicht die besseren Möglichkeiten", sagte Saarbrückens sportlicher Leiter Marcus Mann, der sich mit der Einordnung der Partie sichtlich schwer tat: "Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben."