Am 13. September findet in Saarbrücken Rennen der Triathlon-Bundesliga statt

Kostenpflichtiger Inhalt: Triathlon-Bundesliga in Saarbrücken : Die Premiere in und an der Saar soll begeistern

Am 13. September findet der Abschluss der Triathlon-Bundesliga-Saison erstmals in Saarbrücken statt.

500 Menschen schwimmen in der Saar. Danach schwingen sie sich auf ihr Fahrrad, mit dem sie durch das Regierungsviertel heizen, um abschließend durch die Saarbrücker Altstadt zu laufen. Dieses Szenario wird 2020 Wirklichkeit: Die Landeshauptstadt bekommt endlich ihren „Super-Triathlon“, wie es Bernd Zimmer, der Präsident der Saarländischen Triathlon Union (STU), formuliert. Die Premiere des „Hylo City Triathlon“ findet am Sonntag, 13. September, statt und bildet zugleich das Abschlussrennen der Triathlon-Bundesliga-Saison 2020.

Seit 2014 arbeitet Achim Hachenthal vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Saarbrücken zusammen mit anderen daran, ein solches Event nach Saarbrücken zu holen. „Jetzt sind die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, dieses Vorhaben auch umsetzen zu können. So eine Veranstaltung kostet gut und gerne 130 000 bis 140 000 Euro, und dafür braucht man nicht nur Sponsoren, sondern auch die Unterstützung des Landes und von der Stadt“, weiß Hachenthal. Er hat eigens für die Umsetzung solcher Events jüngst das Unternehmen Evact gründetet, das als Veranstalter fungiert. Ausrichter ist das LAZ.

„Der Vorteil ist, dass der Verein nur noch Helferinnen und Helfer stellen müssen. Den Rest wie Sponsoren suchen, Rechnungen schreiben und so weiter übernehme ich“, sagt Hachenthal und versichert: „Trotzdem bleibt das Engagement eher ein Hobby, mit dem ich als Saarbrücker meine Heimatstadt und meinen Verein stärken möchte. Sollte finanziell etwas übrig bleiben, wird das an den Verein weitergeleitet.“

Am Morgen des 13. September soll ein Jedermann-Triathlon über die Sprintdistanz, also mit 500 oder 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen stattfinden, zu dem Hachenthal bis zu 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

Mittags dann werden versetzt die Bundesliga-Finalrennen der Damen und der Herren um die deutsche Mannschafts-Meisterschaft mit insgesamt rund 130 Athletinnen und Athleten ausgetragen. Von der Teilnahme des „FC Bayern des Triathlons“, dem mit internationalen Stars bestückten Serienmeister EJOT Buschhütten, erhofft sich Achim Hachenthal einige namhafte Starter. „Da die Olympischen Spiele in Tokio unserer Veranstaltung vorausgehen, werden sicher auch einige Olympiateilnehmer in Saarbrücken dabei sein“, sagt er. Auch das heimische Bundesligateam Hylo Team Saar wird am Start sein.

An der Strecke erwarten die Organisatoren bis zu 4000 Zuschauer. Zudem soll die Veranstaltung im Internet übertragen werden – eventuell sogar im Fernsehen. „Wenn unsere Ironman-Weltmeisterin Anne Haug nicht schon nach Hawaii unterwegs ist, um sich auf die Titelverteidigung vorzubereiten, wird sie die Siegerehrung vornehmen“, sagt Hachenthal.

Der Termin steht, die wesentlichen Zusagen sind da – nun machen sich Hachenthal und Co. an die Details. Dabei ist die enge Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Landeshauptstadt essenziell. „Das wird nicht ganz einfach sein. Schließlich gab es so etwas in Saarbrücken noch nicht, und wir wollen ja keine 08/15-Veranstaltung“, sagt Hachenthal. Ursprünglich war der Vorplatz des Staatstheaters als Wechselzone vorgesehen, doch da dieser bereits vom Cirque Bouffon angemietet wurde, muss eine Alternative her. „Das ist schon eine Herausforderung, aber eine schöne. Wir werden eine Lösung finden“, ist Hachenthal sicher.

Passiert nichts Außergewöhnliches – wie etwa Starkregen oder Hochwasser – ist das Schwimmen in der Saar unbedenklich. Überschreiten bestimmte Messwerte jedoch die Grenzen, entfällt diese Disziplin, und aus dem Triathlon wird ein Duathlon. „Ich bin der Überzeugung, dass es ein tolles Event wird. Wenn sich diese Veranstaltung etabliert und die Athleten gerne hierher kommen, wird sich dies auch positiv für den Verband auswirken“, freut sich STU-Präsident Zimmer. Achim Hachenthal ergänzt mit einem Schmunzeln: „Auch die Hotels und Gastronomen in Saarbrücken werden profitieren. Denn Triathleten haben immer Hunger und benötigen genügend Schlaf.“