| 21:11 Uhr

Champions League
Alonso beschert die Bayern

München. Die Münchner treffen im Achtelfinale der Champions League auf Besiktas Istanbul.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic konnte sich ein Schmunzeln über Bayern Münchens Glückslos nicht verkneifen. Niklas Süle entwickelte sogar fast ein bisschen Schadenfreude. „Es war dann doch nicht so schlecht, dass wir Zweiter geworden sind, wenn man sich PSG anschaut“, sagte der Nationalspieler süffisant. Nicht Manchester City mit Pep Guardiola, nicht der große FC Barcelona mit Lionel Messi, auch nicht Jürgen Klopp und der FC Liverpool: Der vermeintliche Außenseiter Besiktas Istanbul ist der Achtelfinalgegner des Fußball-Rekordmeisters in der Champions League.


„Wir wissen, wie stark Istanbul ist. Wir haben das in den Spielen gegen Leipzig verfolgt“, sagte Salihamidzic und war dabei sichtlich um Sachlichkeit bemüht. Innerlich dürfte der Bosnier mit einer Mischung aus Erleichterung und Freude zur Kenntnis genommen haben, was Ex-Bayern-Profi Xabi Alonso im Uefa-Hauptquartier in Nyon als „Losfee“ aus dem Topf zog.

Denn es hätte auch anders kommen können. Die Chance auf ein Gigantenduell mit Messi lag am Ende immerhin bei 50 Prozent. Doch Barça trifft auf den FC Chelsea. Und Real Madrid etwa erwischte den Bayern-Gruppengegner Paris St. Germain. Der längjährige Real-Profi Alonso tat damit weder den Königlichen um Cristiano Ronaldo und Toni Kroos, noch der aus Katar finanzierten Milliardentruppe um Neymar einen Gefallen. „Eines der schwersten Lose, das man bekommen konnte. Aber wir sind PSG und haben viel Selbstvertrauen“, sagte Julian Draxler, deutscher Nationalspieler in Diensten von PSG.

Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes trainierte gerade noch, als der FC Bayern als Letzter der Vorrundenzweiten der Königsklasse ausgewählt worden war. „Wir sind nicht unglücklich“, gestand Thomas Müller. Dass die Münchner das Hinspiel gegen den türkischen Meister am 20. Februar zunächst im eigenen Stadion austragen, sei „kein Vorteil“, sagte Salihamdizic und ergänzte mit Blick auf die bisher überzeugenden Leistungen unter Trainer-Routinier Heynckes: „Wir sind stark genug und werden Gas geben.“