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Afrikaner garantieren wieder schnelle Laufzeiten in Rehlingen

Rehlingen. Gut eine Woche vor dem Leichtathletik-Pfingstsportfest in Rehlingen, das in diesem Jahr wieder an Pfingstmontag, 1. Juni, stattfindet, hat Meeting-Direktor Ludwin Klein alle Hände voll zu tun. Viele Athleten hat er schon verpflichtet, weitere Zusagen hängen noch in der Warteschleife

Rehlingen. Gut eine Woche vor dem Leichtathletik-Pfingstsportfest in Rehlingen, das in diesem Jahr wieder an Pfingstmontag, 1. Juni, stattfindet, hat Meeting-Direktor Ludwin Klein alle Hände voll zu tun. Viele Athleten hat er schon verpflichtet, weitere Zusagen hängen noch in der Warteschleife. "Ich glaube, unser Feld kann sich wieder mal sehen lassen", sagt Klein, gibt aber auch zu, dass er es sich im großen WM-Jahr ein wenig leichter vorgestellt hat, an große Namen zu kommen. "Aber wir haben enorme Konkurrenz in ganz Europa", sagt Klein. Das starke Meeting im niederländischen Hengelo findet zeitgleich statt, und ein Tag später geht es in Dessau zur Sache. "Das hat uns das Leben ein wenig schwer gemacht", sagt Klein.



Doch der "Lui", wie ihn alle nennen, lässt sich bei der 45. Auflage seines Meetings von so etwas nicht aus der Ruhe bringen. Und deswegen haben viele Namen, die er aufzählt, einen guten Klang in der Szene. Besonders angetan haben es ihm die 400 Meter der Männer. Hier trifft Lokalmatador Simon Kirch (SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken) auf seine Staffelkollegen Bastian Swillims (TV Wattenscheid) und Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt). Gespannt ist Klein auch auf den Südafrikaner Morne Nagel, der über 200 Meter eine Zeit von 20,11 Sekunden stehen hat, sich in dieser Saison aber der Stadionrunde widmen wird. "Ich habe mit seinem Manager telefoniert", sagt Klein, "Nagel hat sehr gute Trainingswerte."

Die hat auch Sade Abugan. Die Nigerianerin, amtierende Junioren-Weltmeisterin, ist der Star über die 400 Meter der Frauen. Überhaupt: Wie es in Rehlingen gute Tradition ist, hat Klein auch in diesem Jahr seine Vorliebe für Läuferinnen und Läufer aus Afrika ausgelebt. Kenianer und Äthiopier garantieren schnelle Rennen über 800, 1500 und 3000 Meter (übrigens mit den Rehlingern Christian Klein und Raphael Schäfer). Auch für einen der diesjährigen Höhepunkte in Rehlingen, die 3000 Meter Hindernis der Frauen, lässt Klein Afrikanerinnen einfliegen - auch, um Antje Möldner (OSC Potsdam), der besten Deutschen, ein schnelles Rennen zu bieten und ihr den anvisierten deutschen Rekord zu ermöglichen.

Dass das Meeting kaum unter der Wirtschaftskrise zu leiden hat, macht Klein daran fest, "dass uns unsere Sponsoren treu zur Seite stehen. Außerdem", schmunzelt Klein, "haben wir nie besonders viel Geld gehabt, deswegen kann uns nicht viel wegbrechen." Fehlt eigentlich nur noch gutes Wetter am Pfingstmontag, oder? "Ich hab' noch nicht geschaut", sagt Ludwin Klein und lacht, "worauf ich keinen Einfluss habe, darum kümmere ich mich auch nicht."mwe