AC Heusweiler unterliegt KSV Köllerbach und KV Riegelsberg der RKG Freiburg

Ringer-Bundesliga : Klatsche für Heusweilers Rumpftruppe

Der personell arg gebeutelte Ringer-Bundesligist hat im Derby gegen Spitzenreiter KSV Köllerbach keine Chance und kassierte eine 3:33-Heimniederlage. Der KV Riegelsberg unterliegt zuhause der RKG Freiburg mit 9:19.

Ein Derby. Dazu der Tabellendritte gegen den Spitzenreiter. Auch wenn das in der Ringer-Bundesliga nicht immer Kämpfe auf Augenhöhe bedeutet, hatten sich die gut 300 Zuschauer in der Sporthalle an der Gemeinschaftsschule in Heusweiler einen spannenderen Kampf zwischen dem AC Heusweiler und dem KSV Köllerbach erhofft. Sie wurden enttäuscht. Spitzenreiter Köllerbach siegte 33:3.

„Das war keine Werbung für den Ringer-Sport“, sagte der KSV-Mannschaftsverantwortliche Thomas Geid. Dass Köllerbach siegen würde, war allen wohl vorher klar. Die Höhe des Ergebnisses lag aber vor allem am Personalnotstand der Gastgeber. „Sebastian Jannowski hat Fieber. Daniel Ufelmann hat es am Blinddarm. Daniel Meiser ist am Handgelenk verletzt. Julian Kleemann hat aus privaten Gründen abgesagt. Niklas Bredy musste arbeiten“, zählte Heusweilers Trainer Cacan Cakmak die teilweise kurzfristigen Ausfälle auf. Und er ergänzte: „Das können wir halt nicht kompensieren.“

So nahm der einseitige Kampf seinen Lauf. Steven Ecker siegte in der Klasse bis 57 Kilogramm im griechisch-römischen Stil kampflos. Oleksandr Khotsianivkyi gewann im Freistil in der Klasse bis 130 Kilogramm ebenso deutlich gegen Gennadij Cudinovic wie Mikay Naim in der Klasse bis 61 Kilogramm gegen Alex Ufelmann sowie Mihail Sava in der bis 71 Kilogramm gegen Halef Cakmak. „Sava ist der Beste in dieser Gewichtsklasse in der ganzen Bundesliga“, sagte Halef Cakmak, der zumindest zu Beginn jeder Runde einigermaßen dagegenhalten konnte: „Vielleicht hätte ich auch etwas mutiger sein müssen. Aber ich bin gegen diesen Weltklasse-Mann über die Zeit gekommen.“

Das gelang Teodor Horatau in der Klasse bis 66 Kilogramm im griechisch-römischen Stil gegen Etienne Kinsinger nicht. „Er ist auch international eigentlich ein ernstzunehmender Konkurrent, aber diesmal lief es von Anfang an gut für mich“, sagte Kinsinger nach seinem Liga-Debüt in dieser Saison. Der Köllerbacher erklärte: „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber das war nach den Weltmeisterschaften auch nicht zu erwarten.“ Nach vier Minuten und neun Sekunden stand sein Sieg gegen Horatau durch technische Überlegenheit fest. Auch Kilian Schäfer in der Klasse bis 98 Kilogramm und Pajtim Sefaj in der bis 80 Kilogramm siegten im griechisch-römischen Stil technisch überlegen. Piotr Ianoluv legte Wassil Ivanov in der Freistil-Klasse bis 86 Kilogramm sogar auf die Schultern.

Den einzigen Sieg für Gastgeber AC Heusweiler holte Stoyan Kubatov. In der Klasse bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil setzte er sich gegen Marc-Antonio von Tugginer mit 11:0 durch.

Ein paar Kilometer weiter in der Lindenschule in Riegelsberg ärgerte sich Edgar Paulus, Trainer des KV Riegelsberg, bei der 9:19-Niederlage gegen die RKG Freiburg über die Auftritte der Leistungsträger. Sowohl Konstantin Stas in der Klasse bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil gegen Marc Fischer als auch Anthony Tantini in der bis 80 Kilogramm gegen Mihail Bradu gingen auf die Schulter. Statt der erhofften vier Zähler für den KV Riegelsberg waren es acht für die Gäste.

An diesem Samstag, 23. November, um 19.30 Uhr stehen zwei Saarderbys an. Der Tabellenfünfte AC Heusweiler empfängt in der Sporthalle der Realschule den Vorletzten KV Riegelsberg. Spitzenreiter KSV Köllerbach erwartet in der Kyllberghalle den Tabellendrittten ASV Hüttigweiler, der am Samstag den ASV Urloffen mit 22:8 besiegen konnte.

Mehr von Saarbrücker Zeitung