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Absalon gewinnt Hitze-Rennen in St. Wendel

Absalon gewinnt Hitze-Rennen in St. Wendel

Der französische Doppel-Olympiasieger Julien Absalon hat seinen Titel bei den Mountainbike-Europameisterschaften in St. Wendel verteidigt. Bei den Frauen wiederholte die Slowenin Tanja Zakelj am Sonntag ihren Vorjahres-Triumph.

Der Franzose Julien Absalon ist alter und neuer Europameister im Mountainbike. Der 33-jährige Olympiasieger von Athen und Peking wurde seiner Favoritenrolle am Sonntag auf dem Rundkurs in St. Wendel gerecht und verwies den Schweizer Fabian Giger auf den Silberrang. Mit 1:44:03 Stunden lag der Lothringer am Ende 15 Sekunden vor dem Eidgenossen, mit dem er über weite Strecken des Rennens gemeinsam unterwegs gewesen war. "Den Europameister-Titel habe ich bisher noch nicht so häufig gewonnen. Von daher ist das für mich ein Riesenerfolg", sagte Absalon nach seinem dritten Gewinn der Elite-EM.

Bronze ging überraschend an den Tschechen Jan Skarnitzl. Bester deutscher Fahrer war Manuel Fumic aus Kirchheim/Teck (Platz acht). "Ich hatte heute nicht die besten Beine. Dazu kam, dass ich vielleicht zu defensiv angegangen bin und lange alleine fahren musste", sagte der 32-Jährige, nachdem er die Tortur bei sengender Hitze mit Temperaturen weit über 30 Grad hinter sich gebracht hatte. Vor mehreren Hundert Zuschauern an der Strecke landeten die weiteren deutschen Fahrer nur im Hinterfeld.

Auch bei den Frauen blieb dem Bund Deutscher Radfahrer eine Medaille verwehrt - wenn auch knapp. Olympiasiegerin Sabine Spitz versuchte alles, für die 42-Jährige reichte es aber nur zum undankbaren vierten Platz. Auf die drittplatzierte Polin Maja Wloszczowska fehlten Spitz am Ende gerade mal läppische 13 Sekunden. "Ein wenig Enttäuschung ist schon vorhanden. Ich habe aber alles gegeben und muss akzeptieren, dass andere heute stärker waren", sagte die mehrfache Welt- und Europameisterin aus Murg-Niederhof.

Ganz vorne feierten die slowenischen Frauen einen Doppelsieg. Tanja Zakelj wiederholte in 1:41:38 Stunden ihren Vorjahreserfolg von Bern, 19 Sekunden dahinter fuhr Blaza Klemencic zu Silber.