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| 21:18 Uhr

Fußball-Hallenmasters
40 Jahre alt, aber immer noch treffsicher

2013 belegte Nicola Lalla mit der FSGSchmelz-Limbach sensationell Platz zwei beim Masters.
2013 belegte Nicola Lalla mit der FSGSchmelz-Limbach sensationell Platz zwei beim Masters. FOTO: Wieck
Losheim. Spielertrainer Nicola Lalla hat Landesligist SV Losheim zum Hallenmasters-Endturnier geführt.

„Tor für den SV Losheim. Torschütze: die Nummer 10 Nico Lalla.“ Diesen Satz hörten die Zuschauer beim Viertelfinale des Turniers des FC Noswendel Wadern bei der Partie des Landesligisten SV Losheim gegen den Oberligisten FK Pirmasens gleich vier Mal. Mit 7:0 fegte der SV am 28. Dezember 2017 den Oberligisten vom Feld – auch dank einer Galavorstellung seines 40-Jährigen Spielertrainers Nicola Lalla, den alle nur Nico nennen.

Auch wenn es am Ende „nur“ zu Platz vier reichte – die Schwarz-Weißen hatten genug Masters-Zähler, um am Ende Rang drei der Qualifikations-Tabelle zum Volksbanken-Hallenmasters zu belegen. Losheim ist damit zum neunten Mal beim Masters dabei. Dort wird Lalla der älteste Feldspieler der letzten Jahre sein. „In der Halle zu kicken, macht mir einfach immer noch Riesenspaß, auch wenn ich manchmal richtig kaputt war“ erzählt Lalla und lacht: „Vor allem, wenn wir zwei Turniere in einer Woche gespielt haben. Mit 40 ist die Regenerationszeit natürlich deutlich länger als mit 18.“

Als Lalla zum ersten Mal beim Masters auf dem Feld stand, war er noch nicht mal 18. „Mit dem 1. FC Schmelz war ich 1994 als 16-Jähriger dabei“, erinnert sich der Offensivspieler. Das ging damals dank einer Ausnahmegenehmigung und der Zustimmung der Eltern. Es folgten weitere Auftritte mit dem VfB Theley (2000), Borussia Neunkirchen (2002), dem SV Mettlach (2008) und mit der FSG Schmelz-Limbach (2013 und 2014).

Bei seinen zahlreichen Teilnahmen hat der jetzige Spielertrainer alle Höhen und Tiefen, die das Masters so besonders machen, erlebt. „Mit Neunkirchen haben wir das Ding damals gewonnen. Das ist einfach ein sensationelles Gefühl.“ Für Lalla war es 2002 die Krönung seiner erfolgreichsten Saison als Spieler. Fünf Monate später stieg er mit den Borussen in die Regionalliga auf. Zudem wurde ein Fallrückzieher-Tor von ihm beim Heimsieg gegen den FK Pirmasens zum Tor des Monats in der Sportschau gewählt.

Elf Jahre später erlebte Lalla seinen bittersten Masters-Moment: Mit der FSG Schmelz-Limbach (damals Verbandsliga) stand er im Endspiel kurz vor einer ganz großen Sensation: Gegen Oberligist FC Wiesbach führte die FSG in der Verlängerung mit 2:0, als Lalla von der Bande aufs Feld stürmte. Da der Spieler, der für Lalla raussollte, aber das Parkett noch nicht verlassen hatte, war dies ein Wechselfehler. Es gab eine Zeitstrafe für Schmelz-Limbach. In Unterzahl kassierte die FSG den Ausgleich. Und Sekunden vor Schluss köpfte Carsten Ackermann das Siegtor für Wiesbach. „Das sehe ich rückblickend mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Lalla. „Einerseits war die Niederlage natürlich sehr ärgerlich. Andererseits war es toll, dass wir so weit gekommen sind.“ Und wie weit kann Lalla am Sonntag mit dem SV Losheim kommen? „Vom Halbfinale zu reden wäre Quatsch. Wir wollen einfach jeden Moment genießen“, so der 40-Jährige vor seiner vermutlich letzten Teilnahme als Spieler.

Jeden Moment genießen will auch der SV Hellas Bildstock. Denn der schaffte – genau wie Losheim – sensationell als Landesligist die Qualifikation. Während Losheim schon Erfahrung beim Masters hat, ist Bildstock zum ersten Mal überhaupt beim Endturnier dabei. Was hat die Landesligisten in der Halle so stark gemacht? Lalla sagt: „Wir haben ein paar taktische Kniffe, die gut funktionieren. Zudem sind wir in der Offensive stark.“ Hellas-Trainer Michel Cimini meint: „Wir haben viele Spieler, die eigentlich für höhere Aufgaben geeignet sind. Das hat man in der Halle gesehen. Wir hoffen, dass sie diese höheren Aufgaben in der nächsten Saison bei uns angehen.“ Denn Bildstock ist aktuell Tabellenführer der Landesliga Ost. Und auch Losheim steht derzeit auf dem Feld ganz oben. Der SV liegt in der Landesliga West zur Winterpause auf Rang eins.