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260 Starter beim Deko-Volkslauf in Noswendel

Volkslauf : Die Vorjahressieger gewinnen auch diesmal

Volkslauf in Noswendel: Benny Irsch im Alleingang zum Sieg. Tanja Schmitt stellt neuen Streckenrekord auf.

„Ein rundum gelungener Volkslauftag“, zog Organisationschef Joachim Salina am Ende zufrieden Bilanz. Pünktlich um 9 Uhr hatte er am Sonntag bei ordentlichem Laufsportwetter von 18 Grad die 34. Auflage des Deko-Volkslaufes in Noswendel gestartet. Knapp 260 Läuferinnen und Läufer, etwa 20 weniger als im Vorjahr, hatten die drei Strecken über fünf, zehn und 21,195 Kilometer unter die Laufschuhe genommen.

Beim Halbmarathon machten die Sieger vom Vorjahr auch diesmal das Rennen und trugen sich erneut in die Siegerliste ein. Benny Irsch (LSG Schmelz-Hüttersdorf) war bei den Männern nicht zu stoppen. Nach 1:15,55 Stunden lief er über die Ziellinie. „Heute war ich etwa drei Minuten schneller als im Vorjahr“, sagte der Titelverteidiger nach seinem Zieleinlauf und noch völlig außer Atem. „Dabei musste ich ab etwa drei Kilometern die gesamte Strecke alleine laufen, denn nur bis dahin hatte ich noch einige Mitläufer.“ Für ihn war es an diesem letzten Julisonntag auch ein Vorbereitungslauf für den Marathon in Merzig, der am 1. September gestartet wird.

Als Zweiter durchlief Kevin Thewes (Tritronic-Team St. Wendel) das Ziel. Für ihn wurden 1:18,41 Stunden gestoppt. „Ich bin heute zum zweiten Mal beim Dekolauf gestartet. Vor drei Jahren habe ich gewonnen, damals war ich über eine Minute schneller“, sagte der Zweitplatzierte. Aber heute hätte diese Zeit auch nicht zum Sieg gereicht. „Ab Kilometer drei musste ich Benny ziehen lassen, der war heute einfach zu schnell für mich. Mit diesem Tempo hätte ich das Ziel nicht erreicht“, gab er freimütig zu. Die nächste Herausforderung steht für Thewes mit dem Ironman in Barcelona im Oktober auf dem Terminkalender. Platz drei belegte Peter Rauber (LTF Alsweiler). Nach knapp 85 Minuten kam er ins Ziel.

Ihren Vorjahressieg wiederholt auch Tanja Schmitt aus Wedern, die für LC Rehlingen an den Start geht. Die 33-Jährige läuft dieses Jahr ausgesprochen erfolgreich. „Beim Marathon in St. Wendel habe ich den zweiten Platz erreicht, einen ersten Platz schon bei den Zehnkilometerläufen in Lebach und beim Waderner Stadtlauf“, erzählte Schmitt, die insgesamt als Vierte die Ziellinie überlaufen hatte.

Gleichzeitig verbesserte sie den Streckenrekord bei den Frauen auf 1:27:54 Stunden. Bereits im Vorjahr hatte sie die alte Bestmarke von Heike Brücker um acht Sekunden auf 1:28:46 Stunden verbessert. In 14 Tagen wird Schmitt einen Marathon in Monschau laufen. Zweite bei den Frauen wurde Gisela Thome (Spiridon Hochwald) in 1:46:04 Stunden, ganze neun Sekunden vor Doris Weber (TV Hermeskeil, 1:46:13) als Dritte. Beide kamen rund 19 Minuten später als die Siegerin ins Ziel.

Sieger beim Zehn-Kilometerlauf wurde bei den Herren Bastian Jung vom TV Losheim. Für ihn wurden 37:37 Minuten gestoppt. Damit war er 16 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Andy Radke (LTF Theeltal), der wiederum sieben Sekunden schneller war als der Waderner Lokalmatador Uwe Trampert (LSG Sulzbachtal). „Ich komme vom Radfahren, seit vier Jahren ist der Triathlon mein großes Hobby“, erzählt der Berufsfeuerwehrmann, der in Saarbrücken stationiert ist und in Losheim wohnt. Im September steht der Triathlon am Bostalsee auf dem Programm.

Sarah Gieb mit Heimatverein TV 1861 Neu-Isenburg und erst kürzlich ins saarländische Lockweiler gezogen, gewann den Frauenwettbewerb in 41:06 Minuten. „Früher war ich mehr Leistungssportlerin, aber jetzt haben der 18 Monate alte Nachwuchs und die Familie Vorrang“, sagte die Siegerin. Der TV Losheim stellte mit 35 Sportlern das größte Teilnehmerfeld vor dem KIA Runningteam Wadern (14) und den LTF Theeltal mit zwölf Läufern.