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2:1 im Top-Spiel gegen Leverkusen: Gladbach setzt Ausrufezeichen

Mönchengladbach. Perfekter Start für Gladbach: Lars Stindl, Christoph Kramer und André Hahn waren die Sieg-Garanten beim 2:1 zum Bundesliga-Auftakt gegen die hoch gehandelten Leverkusener. In dieser Form kann Gladbach viel erreichen. Agentur

Viel besser hätte es für Borussia Mönchengladbach nicht laufen können. "Den Knaller gegen Leverkusen zu gewinnen, tut sehr gut", jubelte Stürmer André Hahn. "Es ist viel drin in dieser Saison, und wir haben großen Ehrgeiz", fand Christoph Kramer nach dem starken 2:1 (1:0)-Sieg zum Auftakt gegen seinen Ex-Club Bayer Leverkusen . Am liebsten wäre es dem Borussen-Rückkehrer, wenn es einfach so weiterginge. Drei Tage nach der Gala zum Champions-League-Einzug (6:1 gegen Bern) setzte Gladbach schon wieder ein dickes Achtungszeichen: Mit der Borussia ist ganz oben zu rechnen. "Wir haben eine tolle Mannschaft", sagte Linksverteidiger Oscar Wendt.


Rückkehrer Kramer stand von Beginn an im Mittelpunkt und leitete mit einem cleveren Freistoß auch das Führungstor von André Hahn (45. Minute) ein. Zuvor hatte Bayer-Torhüter Bernd Leno mehrere Großchancen der Borussia zunichte gemacht. Nach einem Schuss von Wendt ging Leno sogar kurzzeitig k.o. (21.).

Ein Jahr ist es jetzt her, dass die Gladbacher nach einer Niederlagenserie zu Saisonbeginn in eine tiefe Depression gefallen waren, die mit dem Ende der Ära von Trainer Lucien Favre ihren Höhepunkt hatte. In dieser Saison ist das Team mit vier Siegen aus vier Pflichtspielen in drei Wettbewerben gestartet. Und als die starken Leverkusener in einem echten Spitzenspiel in der 79. Minute das 1:1 durch Joel Pohjanpalo erzielten, reagierten die Gladbacher im Stil einer Spitzenmannschaft. "Wir wissen, was wir können, und wie gut wir sind. Wir wussten, dass wir mindestens noch eine Chance bekommen", erklärte Lars Stindl. Er selbst erzielte nach einem tollen Pass des eingewechselten Thorgan Hazard das 2:1 - allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Von einem glücklichen Sieg wollte Gladbachs Trainer André Schubert dennoch nichts wissen: "Ich sehe das nicht als glücklich an, weil wir das klare Plus an klaren Torchancen hatten."