| 20:22 Uhr

Deutsche Eishockey-Liga
19 Olympia-Eishelden sind noch im Rennen um den Titel

Köln. Beim Wiedersehen der Olympia-Helden gibt es kein Pardon. „In den Playoffs kennt man keine Freunde mehr“, sagt Eishockey-Nationalspieler Dominik Kahun. 32 Tage nach dem gemeinsamen Erfolg kämpfen 19 Silbermedaillengewinner von Pyeongchang im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegeneinander – gleich 13 von ihnen im Duell des Titelverteidigers Red Bull München gegen Adler Mannheim.

Beim Wiedersehen der Olympia-Helden gibt es kein Pardon. „In den Playoffs kennt man keine Freunde mehr“, sagt Eishockey-Nationalspieler Dominik Kahun. 32 Tage nach dem gemeinsamen Erfolg kämpfen 19 Silbermedaillengewinner von Pyeongchang im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegeneinander – gleich 13 von ihnen im Duell des Titelverteidigers Red Bull München gegen Adler Mannheim.


„Natürlich hat Olympia noch einmal enger zusammengeschweißt. Es war eine unglaublich intensive Zeit“, sagt Münchens Stürmer Frank Mauer, „aber jetzt spielen wir für die Vereine, das ist das Tagesgeschäft. Da spielt man auf dem Eis hart, aber danach gibt man sich die Hand.“ Denn alle im Rennen um die 98. deutsche Meisterschaft verbliebenen Olympia-Teilnehmer haben dasselbe Ziel: Sie wollen noch mehr Silber gewinnen.

Topfavorit auf den silbernen DEL-Meisterpokal sind vor dem Halbfinalstart am Donnerstag (19.30 Uhr) die Münchner um Kahun und Mauer. Der Titelverteidiger stellte mit sieben Spielern nicht nur das größte Olympia-Kontingent, sondern bietet mit dem höchsten Etat der Liga (12,5 Millionen Euro) auch sonst Exquisites auf und neben dem Eis: Topscorer Keith Aucoin wurde als Spieler des Jahres ausgezeichnet, Ex-Nationalspieler Michael Wolf ist mit 37 Jahren nach seinen drei Treffern im Viertelfinale gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven DEL-Rekordtorschütze vor dem Nürnberger Patrick Reimer. Und an der Bande strebt Don Jackson, der erfolgreichste Trainer der DEL-Geschichte, seinen achten Titel an.

Bei Gegner Mannheim stehen sechs Olympia-Helden auf dem Eis, darunter Kapitän Marcel Goc. Im Viertelfinale glänzte aber vor allem einer, der in Pyeongchang nicht eine Minute zum Einsatz kam: Torwart Dennis Endras. Stürmer Matthias Plachta meinte selbstbewusst: „München muss man sowieso in den Playoffs schlagen, wenn man Meister werden will.“

Nach elf Jahren endlich wieder ins Finale wollen die Nürnberg Ice Tigers. „Wir wollen den nächsten Schritt gehen“, sagte Torjäger Reimer, der mit den Franken in den vergangenen beiden Spielzeit im Halbfinale gescheitert war. Um sich gegen den Hauptrundenzweiten Eisbären Berlin durchzusetzen, brauchen die Nürnberger auch wieder Reimers Tore. Seit seinem Siegtreffer in der Verlängerung im Olympia-Viertelfinale gegen Weltmeister Schweden hat der 35-Jährige den Puck nicht mehr über die Linie gebracht.